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Advanced
Power: BLUETEC - die Technologie für die saubersten Diesel
der
Welt

- Ab Herbst 2006 erster Serien-Pkw mit BLUETEC
- Mit BLUETEC wird der sparsame Diesel sauber und weltweit zukunftsfähig
- Bei
Nfz ist BLUETEC bereits in über 20.000 Fahrzeugen erfolgreich
im
Einsatz
Stuttgart/Reykjavik, 18.06.2006
Mit dem Mercedes-Benz E 320 BLUETEC schlägt Mercedes-Benz
ab Herbst 2006
eine neues Kapitel in der Dieselerfolgsgeschichte auf: Dieses
Fahrzeug
ist der Wegbereiter einer neuen Generation von Dieselfahrzeugen,
die mit
innovativer BLUETEC-Technologie ausgerüstet sind. BLUETEC
macht
CDI-Fahrzeuge in jeder Fahrzeugklasse zum saubersten Diesel der
Welt -
hinzukommen die schon sprichwörtliche Durchzugskraft, Wirtschaftlichkeit
und Reichweite.
Der E 320 BLUETEC wird ab Herbst 2006 in den USA
auf den
Markt kommen und es ist geplant, BLUETEC auch in Europa spätestens
im Jahr
2008 in einem Pkw anbieten zu können.
Mit dem innovativen modularen BLUETEC Technologie-Paket macht
Mercedes-Benz den Dieselmotor zum Hightech-Antrieb mit dem Potenzial,
künftig auch die strengsten Abgaslimits weltweit zu erfüllen.
Mit BLUETEC
werden die Mercedes-Benz CDI-Fahrzeuge in jeder Klasse die saubersten
Diesel der Welt und verbrauchen gleichzeitig 20 bis 40 Prozent
weniger
Kraftstoff als vergleichbare Fahrzeuge mit Ottomotor. So gehört
der E 320
BLUETEC, der einen V6-Dieselmotor unter der Haube hat, mit einem
erwarteten Verbrauch von 6,7/l 100 km (35 mpg) zu den sparsamsten
und
saubersten Fahrzeugen seiner Klasse.
Dass mit BLUETEC überzeugende Performance bei gleichzeitig
sparsamem
Verbrauch und niedrigsten Emissionen möglich ist, zeigt das
Unternehmen
mit der Vision GL 320 BLUETEC. Dieser Full Size SUV besitzt einen
V6-Dieselmotor mit 155 kW/211 PS, einem Drehmoment von 540 Nm und
hat
einen erwarteten Verbrauch von 9,4 l/100 km (25 mpg). Mit 20 bis
40
Prozent Verbrauchsvorteil gegenüber einem vergleichbaren Benziner
ist es
das mit großem Abstand sparsamste Full Size SUV in den USA.
In Westeuropa wurden im letzten Jahr 7,2 Millionen neue Diesel-Pkw
zugelassen – damit entschied sich jeder zweite Käufer
für einen Diesel,
bei Mercedes-Benz beträgt der Anteil sogar 54 Prozent. Auf
die zu
erwartende Steigerung der Kraftstoffpreise hat Mercedes-Benz mit
seinen
sparsamen und sauberen Diesel-Fahrzeugen auch für die Zukunft
die richtige
Antwort.
BLUETEC - ein modulares Technologiepaket zur Minimierung der Emissionen
BLUETEC ist ein modulares Konzept verschiedener aufeinander abgestimmter
technischer Maßnahmen, die sowohl innermotorisch die Minimierung
der
Rohemissionen vorsieht, als auch die effektive Nachbehandlung des
Abgases.
Dabei werden schrittweise und konsequent alle relevanten
Emissionsbestandteile auf ein Minimum reduziert. Oxidationskatalysator
und
Partikelfilter gehören beim Pkw ebenso dazu wie wirkungsvolle
Techniken
der Stickoxidminderung. Vor allem bei den Stickoxiden, dem letzten
Abgasbestandteil, der beim Diesel konzeptbedingt noch über
dem von
Benzinern liegt, kommt die BLUETEC-Technologie zum Einsatz.
Das erste Serienfahrzeug mit BLUETEC wird der E 320 BLUETEC sein,
den
Kunden ab Modelljahr 2007 in den USA erwerben können. Das
Unternehmen
plant, spätestens 2008 auch in Europa einen Diesel-Pkw mit
BLUETEC-Technologie anbieten zu können. Die Entwicklungsaktivitäten
für
den europäischen Markt, bei dem vor allem niedrige CO2-Emissionen
im Fokus
stehen, konzentrieren sich auf die Anpassung an europäische
Fahrprofile
sowie eine möglichst verbrauchsneutrale (CO2-neutrale) Umsetzung
der
BLUETEC-Technologie. Voraussetzung für eine flächendeckende
Einführung von
BLUETEC ist die Verfügbarkeit von schwefelfreiem Dieselkraftstoff
mit
weniger als 10 ppm.
Dieselantrieb im Pkw – eine
Erfolgsgeschichte von Mercedes-Benz
Als erster Hersteller weltweit setzte Mercedes-Benz bereits vor
mehr als
80 Jahren Rudolf Diesels Verbrennungsprinzip in einem Lkw-Motor
um. Der
vor 70 Jahren vorgestellte Mercedes-Benz 260 D war der erste serienmäßige
Diesel-Pkw der Welt. Diese Technologie hat einen deutlich höheren
Wirkungsgrad als der Ottomotor und wurde über viele Jahre
optimiert.
Wesentlichen Anteil zur Entwicklung hin zum modernen Diesel hatte
1997 ein
entscheidender Technologiesprung: die Einführung der
Common-Rail-Direkteinspritzung in Verbindung mit der Vierventiltechnik.
Seither steht das Kürzel CDI ebenso für unübertroffen
wirtschaftlichen
Kraftstoffverbrauch, wie für eine enorme Steigerung des Drehmoments – ein
Synonym für hohe Durchzugskraft, die viel Fahrspaß garantiert
und
Diesel-Fahrzeuge oft leistungsgleichen Modellen mit Ottomotor überlegen
macht.
Hatte der Dieselmotor bislang überhaupt noch Nachteile gegenüber
dem
Ottomotor, waren es die spezifische Emissionen, vor allem Russpartikel
und
Stickoxide. Spätestens mit der erstmaligen Einführung
des wartungsfreien
Partikelfilters in Kombination mit der EU4-Abgasnorm im Herbst
2003 aber
ist Mercedes-Benz auch bei Partikeln vorbildlich. Und trotz der
bisher
schon erreichten Verminderung der Stickoxide um rund 75 Prozent
durch
innermotorische Maßnahmen innerhalb der letzten 15 Jahre,
gibt sich
Mercedes-Benz mit diesem Erfolg nicht zufrieden. Das Ziel ist klar:
Mit
der innovativen BLUETEC-Technologie haben Diesel-Pkw von Mercedes-Benz
das
Potenzial, die strengsten Abgaslimits weltweit zu erfüllen.
Mercedes-Benz
wird damit künftig in jeder Fahrzeugklasse den saubersten
Diesel der Welt
anbieten können.
Wie funktioniert BLUETEC?
Die Entwicklungsingenieure von Mercedes-Benz treiben seit vielen
Jahren
technische Lösungen zur Abgasreinigung voran, um auch künftige
Emissionsanforderungen in Europa, Asien und den USA zu unterschreiten.
Ein
zentraler Punkt dabei ist es, Methoden zu einer ebenso wirkungsvollen
wie
wirtschaftlichen Minderung der Stickoxide (Denoxierung) zu erarbeiten.
Diese Technologie für die saubersten Diesel der Welt heißt
BLUETEC.
Für das Zusammenführen all jener Techniken zu einem
sinnvollen Paket geht
Mercedes-Benz nach einem Stufenplan vor, der folgende Punkte enthält:
Optimierung der Motoren und ihrer Verbrennungsvorgänge,
um die
Rohemissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Dazu gehören
u. a.
elektronische Motorsteuerung, Vierventiltechnik,
Common-Rail-Direkteinspritzung der dritten Generation mit
Piezo-Injektoren, Turbolader mit variabler Geometrie sowie
Abgasrückführung.
Mit Oxidationskatalysatoren werden die Emissionen von Kohlenmonoxid
(CO)
und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) minimiert.
Der Partikelfilter, der seit Sommer 2005 in allen Mercedes-Benz
Pkw mit
Dieselantrieb in vielen Ländern serienmäßig ist,
reduziert die
Partikel-Emissionen um bis zu 98 Prozent. Damit werden die aktuellen
EU4-Partikelgrenzwerte (0,025 Gramm/Kilometer) mehr als deutlich
unterboten. Auch die geltenden US-Grenzwerte werden damit erfüllt.
Die Stickoxide – deren Konzentration bei den Rohemissionen
von
Dieselmotoren konzeptbedingt über dem Niveau von Benzinmotoren
liegt– werden mit BLUETEC so weit reduziert,
dass damit weltweit strengste Abgaslimits eingehalten werden können.
Dabei wird entweder - wie im E 320
BLUETEC - ein weiterentwickelter DeNOx-Speicher-Kat und SCR-Kat
eingesetzt
oder die aufwändigere, aber noch wirkungsvollere AdBlue-Einspritzung.
Durch die sogenannte Selective Catalytic Reduction (SCR) entsteht
dabei
die zurzeit leistungsfähigste Methode der Abgasnachbehandlung.
Damit
lassen sich die Stickoxide um bis zu 80 Prozent mindern. Die Kombination
mit der AdBlue-Einspritzung zeigen die Mercedes-Benz Ingenieure
in der
Vision GL 320 BLUETEC und entwickeln das Verfahren zu einem serienfähigen
System für Pkw.
Das SCR-Verfahren basiert auf der Zugabe des Reduktionsmittels
AdBlue in
den Abgasstrang. AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung,
die in einem
Zusatztank mitgeführt wird. Da durchschnittlich nur etwa 0,1
Liter pro 100
km (oder ein bis drei Prozent des Dieselverbrauchs) benötigt
wird, lässt
sich der Tank so gestalten, dass er nur zu den regelmäßigen
Wartungsintervallen vom Service-Personal nachgefüllt wird.
Beim
Einspritzen von AdBlue in das vorgereinigte Abgas wird Ammoniak
(NH3) frei
gesetzt, das dann im nachgeschalteten SCR-Kat die Reduktion der
Stickoxide
zu unschädlichem Stickstoff und Wasser veranlasst. Entscheidend
für den
hohen Wirkungsgrad ist eine exakte Mengenzuteilung an den jeweiligen
Betriebszustand des Motors. Welche technologische Lösung zum
Einsatz
kommt, hängt sowohl vom jeweiligen Fahrzeugkonzept ab als
auch von der
erforderlichen Denoxierungsrate.
Bei Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen ist BLUETEC bereits erfolgreich
etabliert
Die BLUETEC-Technologie wird in Europa seit 2005 bereits sehr
erfolgreich
bei Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen eingesetzt. Inzwischen hat sich
diese
Technologie bei mehr als 20.000 Actros-, Axor- und Atego-Lkw ausgezeichnet
bewährt. BLUETEC mindert dabei die Stickoxide erheblich, so
dass die für
Lkw ab 2009 gültigen Abgasnormen heute schon unterschritten
werden. Ein
weiterer Vorteil sind die verringerten Straßenbenutzungs-Gebühren
(Maut)
für Lkw mit Euro 5- Technik bis zum Jahr 2009. In Europa umfasst
das
Versorgungsnetz für AdBlue bereits über 2500 Zapfpunkte.
DaimlerChrysler hat sich bei Nutzfahrzeugen frühzeitig für
BLUETEC auf
Basis der SCR-Technologie als technische Lösung zur Erfüllung
der Euro 4-
und Euro 5-Abgasgrenzwerte und auch als Basis zur Erfüllung
zukünftiger
Emissionsklassen in Europa entschieden. Zwischenzeitlich sind alle
europäischen Hersteller dem Beispiel gefolgt und entwickeln
für die Euro
5-Erfüllung Techniken auf SCR-Grundlage. DaimlerChrysler hat
mit dieser
innovativen BLUETEC-Dieseltechnologie 2005 den Internationalen
Wettbewerb „
Goldener Öltropfen“ gewonnen.
DaimlerChryslers Roadmap für eine nachhaltige Mobilität
Umweltschutz durch technologische Innovationen
Optimierung der
Verbrennungsmotoren, neue Kraftstoffe, Hybrid-
und
Brennstoffzellentechnologie sind der Schlüssel zur nachhaltigen
Mobilität
Das Automobil hat wie kaum eine andere Erfindung maßgeblich
zur
Lebensqualität und Freiheit der Menschen beigetragen, weil
es das
ureigenste Bedürfnis der Menschen nach Unabhängigkeit
und individueller
Mobilität verwirklicht. Für DaimlerChrysler, deren Gründerväter
als die
Erfinder des Automobils gelten, waren Innovationen von Anfang
an der
Schlüssel zum weltweiten Erfolg. Zahlreiche wegweisende
Entwicklungen der
Ingenieure von DaimlerChrysler haben den Automobilbau entscheidend
vorangebracht und das Unternehmen zu einem der technologisch
führenden
der
Welt gemacht. Der Anspruch, durch Innovation zu zukunftsfähigen
und
nachhaltigen Lösungen zu kommen, gilt bei DaimlerChrysler
auch für den
Umweltschutz und der Frage der nachhaltigen Mobilität. Der
Automobilhersteller will auch in Zukunft einen maßgeblichen
Beitrag zur
Verwirklichung einer umweltverträglichen und nachhaltigen
Mobilität
leisten. Weltweit gibt es derzeit rund 900 Millionen Automobile und jährlich
kommen
60 Millionen neu hinzu. Angesichts dieses rasanten Wachstums und
der
Mobilisierung großer Volkswirtschaften wie China oder Indien
stellt sich
deswegen die Frage nach der Zukunft der individuellen Mobilität
und der
Energie für die Zukunft heute dringender denn je. Für
DaimlerChrysler als
Automobilhersteller hat ganz selbstverständlich der Kunde
mit seinen
Vorstellungen von Komfort, Sicherheit, Fahrspaß und Agilität
hohe
Priorität. Gleichzeitig will das Unternehmen aber auch konstruktiv
und
positiv auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesetzlichen
Anforderungen reagieren und durch die Entwicklungsarbeit sogar
zuvor
kommen.
Angesichts der Endlichkeit der fossilen Rohstoffreserven ist die
Sicherstellung einer nachhaltigen Mobilität die zentrale Herausforderung
für die Zukunft. Dabei stehen die Endlichkeit der fossilen
Ressourcen
sowie der weltweit zunehmende Energieverbrauch und damit verbunden
der
Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre im Mittelpunkt.
Das Ziel für
die Automobilhersteller ist deshalb klar: Der Verbrauch fossiler
Kraftstoffe sowie die Emissionen müssen verringert werden
und es gilt,
Alternativen für die Zukunft zu entwickeln. Diesem Ziel ist
ein
wesentlicher Teil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben von
5,6
Milliarden jährlich Euro bei DaimlerChrysler zuzuordnen.
Das Unternehmen vertritt jedoch gleichzeitig die Überzeugung,
dass sich
dieses Ziel nur in einem integrierten Ansatz erreichen lässt,
der das
Gesamtsystem Mobilität umfasst - angefangen vom Fahrzeug selbst, über
die
Frage des Kraftstoffs bis hin zur Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur.
Herausforderung: Nachhaltige Mobilität
Um Fortschritte auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität zu
erzielen, ist es
notwendig, das Gesamtsystem zu optimieren: angefangen vom Kraftstoff,
bis
hin zum Fahrzeug und dem Antrieb. Nur das optimale Zusammenspiel
von
Kraftstoff und Antrieb ermöglicht es, dem Ziel näher
zu kommen.
Als Automobilhersteller stellt sich DaimlerChrysler den Weg als
evolutionären Wandel vor, für den ein mehrstufiges Gesamtkonzept
entwickelt wurde:
In nächster Zukunft steht die Optimierung konventioneller
Antriebstechnologien und Kraftstoffe im Vordergrund. Hybridkonzepte
bringen weitere Verbrauchs- und Emissionsvorteile. Sie können
eine Übergangsphase zum elektrifizierten Antrieb
einleiten.
In einem weiteren Schritt werden synthetische und regenerativ gewonnene
Kraftstoffe wie zum Beispiel Biokraftstoffe die konventionellen
Kraftstoffe ergänzen.
Langfristig bietet der Brennstoffzellenantrieb die besten
Zukunftsaussichten. Bereits heute werden umfangreiche Feldtests
durchgeführt und die Technologie weiterentwickelt. Hier ist
reiner
Wasserstoff als Kraftstoff aussichtsreich, auch Methanol und andere
Wasserstoffträger können eine Option sein.
Optimierung der Verbrennungsmotoren.
Allein aufgrund der großen Zahl schon existierender Fahrzeuge
werden
Verbrennungsmotoren noch viele Jahre der dominierende Antrieb bleiben.
Und
zudem steckt in den Konzepten von Otto und Diesel auch nach über
100
Jahren Technologieentwicklung noch großes Potential. Deshalb
ist kurz- und
mittelfristig das wichtigste Ziel, die heutigen Otto- und Dieselmotoren
zu
optimieren, um sie noch sparsamer und abgasärmer zu machen.
Auf beiden Gebieten konnte das Unternehmen seit Anfang der 90er-Jahre
bemerkenswerte Fortschritte erzielen: Allein bei den Pkw wurden
die
Abgasemissionen um 70 Prozent und mehr gesenkt, dies auch und gerade
in
den größeren Fahrzeugklassen. Gleichzeitig konnte in
diesem Zeitraum der
Durchschnittsverbrauch und damit die CO2-Emissionen um rund 30
Prozent
gesenkt werden.
Beim Ottomotor werden die Optimierung der Verbrennung, sowie Aufladung,
Direkteinspritzung, Downsizing und andere Maßnahmen zur weiteren
Senkung
des Verbrauchs führen. Ein Beispiel ist die neue Generation
von
Benzinmotoren mit Piezo-Direkteinspritzung und strahlgeführtem
Brennverfahren, erstmals 2006 im Mercedes-Benz CLS am Markt, die
noch
einmal 10 Prozent Verbrauchsminderung bei gleichzeitig höherer
Leistung
und Drehmoment bieten.
Beim prinzipbedingt sparsamen und effizienten Diesel liegt der
Fokus auf
den Emissions-Reduzierungen. Hier wurden mit der Common-Rail-Technologie,
der Einführung des Partikelfilters und nun auch mit der innovativen
Abgas-Nachbehandlung „BLUETEC“ große Fortschritte
erzielt. Mit „BLUETEC“
werden insbesondere die Stickoxide deutlich vermindert, so dass
Dieselmotoren das Potenzial haben, weltweit auch die strengsten
Emissionsvorschriften einzuhalten. Das Ziel ist, Ottomotoren so
effizient
wie Diesel und Dieselmotoren so sauber wie Ottomotoren zu machen.
Die
Forschungen gehen auf diesem Gebiet intensiv weiter, und es werden
deshalb
Konzepte wie "Diesotto" erprobt, der das Beste von Otto-
und Dieselantrieb
vereinen soll.
Auch Hybridkonzepte, das heißt eine Kombination von Verbrennungs-
und
Elektromotor, nutzen vorhandene Energie intelligent. Sie sind
beispielsweise in der Lage, Bremsenergie zurück zu gewinnen,
was
insbesondere in urbanen Regionen Vorteile bringt. Um Hybridantriebe
der
nächsten Generation effizient und kundenorientiert zu entwickeln,
haben
sich DaimlerChrysler, General Motors und die BMW Group zu einer
Kooperation zusammengeschlossen.
Saubere und regenerative Kraftstoffe
Verbrauch und Emissionen lassen sich nur in der Kombination mit
optimierten Kraftstoffen weiter verringern. Kraftstoffe, sauberer
als
heute, können auch in der bestehenden Fahrzeugflotte helfen,
die
Emissionen deutlich zu senken. Im Vordergrund steht aktuell die
Forderung
nach weltweiter Einführung schwefelarmer Kraftstoffe, um sparsame
und
saubere, moderne Antriebe möglich zu machen.
Auch Erdgas ist als Verbreiterung der Ressourcenbasis eine Option.
Es
verbrennt sehr schadstoffarm und hat im Vergleich zu Benzin um
rund 20
Prozent geringere CO2-Emissionen. Mit dem Mercedes-Benz E 200 NGT
hat das
Unternehmen die leistungsstärkste Limousine mit diesem Antrieb
auf dem
Markt. In vielen Regionen der Welt finden sich große Mengen
an Erdgas, die
aber heute noch in großem Umfang nutzlos abgefackelt werden.
Die vermehrte
Nutzung dieser Reserven durch die Herstellung von so genannten
Gas-to-liquid-Kraftstoffen (GTL) könnte eine sinnvolle Lösung
dieses
Problems sein. Denn die so gewonnenen synthetischen Kraftstoffe
sind
hochrein und tragen dazu bei, Emissionen weiter zu senken.
Biokraftstoffe sind gleichzeitig der Einstieg in eine nahezu CO2-freie
Mobilität. Sie verursachen bei ihrer Verbrennung nur so viel
CO2, wie sie
bei ihrem Wachstum aus der Luft entnommen haben. Biodiesel, der
aus
Pflanzenölen gewonnen wird, bietet bei seiner Verbrennung
Vorteile
gegenüber Diesel aus Erdöl. Dasselbe gilt für Bioethanol,
das aus Weizen,
Mais oder Zuckerrohr gewonnen wird. In den USA spielen so genannte
Flex-Fuel Fahrzeuge eine wichtige Rolle, die mit einer 85prozentigen
Bioethanol-Benzin-Mischung fahren können. DaimlerChrysler
hat bereits 1,5
Millionen solcher Fahrzeuge auf der Strasse. Allerdings kann bei
diesen
Verfahren nur ein geringer Anteil dieser Pflanzensubstanzen verwertet
werden, so dass der Einsatz dieser Kraftstoffe begrenzt ist.
Noch bessere Aussichten bieten so genannte "Biomass-to-liquid"-Kraftstoffe
(BTL) wie „SunDiesel“. Entwickelt und hergestellt wird
dieser Kraftstoff
in einer Kooperation zwischen den Firmen DaimlerChrysler und Volkswagen
sowie CHOREN und Shell. Ausgangsmaterial für diesen Dieselkraftstoff
sind
Holzabfälle, generell eignet sich aber Biomasse in jeglicher
Form zur
Herstellung dieses Kraftstoffes. Wie die Ökobilanz zeigt,
vermindert er
den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen
um rund 90
Prozent. Bei einem prognostizierten Marktanteil von 20 Prozent
in Europa
kann SunDiesel schon recht kurzfristig viel für den Klimaschutz
bewirken.
Erprobungen bei DaimlerChrysler haben die hervorragende Qualität
dieses
Kraftstoffes bestätigt und es ist geplant, Diesel-Personenwagen
ab Werk
mit SunDiesel zu befüllen, sobald dieser Kraftstoff in ausreichender
Menge
zu Verfügung steht.
Zusätzlich hat sich DaimlerChrysler verpflichtet, in seinen
künftigen Fahrzeugen die technischen Voraussetzungen für
eine Beimischung von 10
Prozent Biokraftstoffen zu schaffen, um kurzfristig einen weiteren
Beitrag
zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu leisten.
Die Brennstoffzelle: ein neues energetisches Prinzip
Die Brennstoffzelle erzeugt aus der kontrollierten Reaktion von
Wasserstoff und Sauerstoff Strom, der einen drehmomentstarken Elektromotor
antreibt. Das kleine Bord-Kraftwerk erlaubt damit völlig neue
Anwendungen:
Es kann sowohl die wachsende Zahl elektronischer Bauteile im Fahrzeug
mit
Energie versorgen als auch statische Verbraucher, wie beispielsweise
Klimaanlage oder Standheizung. Damit eröffnet diese Technologie
völlig
neue Perspektiven für die Mobilität der Zukunft. Brennstoffzellenfahrzeuge
erreichen einen hohen Wirkungsgrad, sind leise und arbeiten völlig
schadstofffrei: Aus ihrem Auspuff kommt nur reines Wasser.
Als die damalige Daimler-Benz AG im Jahr 1994 mit dem NECAR 1
das erste
Brennstoffzellenfahrzeug vorstellte, war dies noch ein rollendes
Forschungslabor. Seither haben die Ingenieure beharrlich und mit
Pioniergeist mehrere Generationen von Brennstoffzellenfahrzeugen
entwickelt und die Funktions-fähigkeit dieses Antriebs unter
Beweis
gestellt. Das Antriebssystem wurde immer kleiner, leichter und
leistungsfähiger, und derzeit befindet sich eine Flotte von über
100
Brennstoffzellenfahrzeugen im Praxistest bei Kunden in Europa,
USA, Japan,
China, Singapur und Australien. Diese derzeit größte
Flotte von
Brennstoffzellenfahrzeugen, die ein Hersteller praxisnah erprobt,
hat
bereits mehr als zwei Millionen Kilometer absolviert, um damit
wichtige
Erkenntnisse für die weitere technologische Entwicklung zu
gewinnen. Mitte
des nächsten Jahrzehnts rechnet das Unternehmen mit einer
breiteren
Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen in ausgewählten
Regionen
der Welt.
Als Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge ist
komprimierter
Wasserstoff die technisch nahe liegende Lösung, aber auch
andere
Kraftstoffoptionen stehen zur Wahl und werden erprobt. Mit der
Brennstoffzelle ist langfristig eine emissionsfreie und nachhaltige
Mobilität möglich, insbesondere wenn es gelingt, den
Wasserstoff
regenerativ zu erzeugen, beispielsweise unter Nutzung von Sonnen-,
Wind-,
Wasserkraft oder geothermischer Energie.
Auch andere namhafte Automobilhersteller haben sich dieser Entwicklung
angeschlossen. Mit einem hohen Investment von über einer Milliarde
Euro
hat DaimlerChrysler sein Engagement und Bekenntnis zur Mitverantwortung
für diesen Teil unserer technischen Zukunft deutlich unterstrichen.
Ein integrierter Ansatz für
die Zukunft
Die Automobilindustrie hat ein selbstverständliches, vitales
Interesse an
der Absicherung nachhaltiger Mobilität. Die Entwicklung entsprechender
Technologien wird für den Wettbewerb der Zukunft und das Überleben
der
Branche ebenso entscheidend sein wie für die Stabilität
unserer
Volkswirtschaften. Um das Ziel zu erreichen, reicht aber nicht
die
isolierte Verbesserung der Fahrzeug-Technologie. Es bedarf vielmehr
eines
integrierten Ansatzes und einer gemeinsamen Anstrengung von
Automobilwirtschaft, Mineralölindustrie und Politik. Die Herausforderungen
zum Erhalt unseres Ökosystems lassen sich nur mit
Verantwortungspartnerschaften aller Beteiligten bewältigen.
Die zukünftigen globalen Herausforderungen sind nur durch
eine Bündelung
der Kräfte zu meistern. Dabei sind Kooperationen der Firmen
untereinander
erforderlich, um Know-How zu konzentrieren, und gleichzeitig die
notwendigen hohen Investitionen zu teilen. Aber auch eine verstärkte
internationale Kooperation der Politik ist dringend erforderlich,
um das
globale Thema "Energie für die Zukunft" weiter voran
zu treiben.
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