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Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie: Es
geht voran!
- Prof. Dr. Herbert Kohler ist neuer Vorsitzender des Advisory
Council der Europäischen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie-Plattform
(HFP)
- Die dritte Generalversammlung der HFP markiert einen Meilenstein
für die Entwicklung und den Einsatz von wasserstoffbetriebenen
Fahrzeugen in Europa
- Busse und Pkw mit Brennstoffzellenantrieb demonstrieren Alltagstauglichkeit
vor Vertretern der Europäischen Union
Stuttgart/Brüssel, 05.10.2006
Begrenzte Erdölvorräte und steigende Engergiepreise lassen
neue Antriebsformen wie die Brennstoffzellentechnologie immer stärker
in das Bewusstsein der Öffentlichkeit dringen. Die dritte
Vollversammlung der Europäischen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie-Plattform
(HFP) in Brüssel steht daher im Zeichen der aktuellen Entwicklungen
auf dem Sektor der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien
(Begriffserläuterung hier). Die europäische Industrie
im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie hat
sich
zum Ziel
gesetzt, mit
der
europäischen Kommission eine Public-Private-Partnership zu
gründen. Diese Partnerschaft soll unter dem Namen „Joint
Technology Initiative“ (JTI) einen stabilen Rahmen schaffen,
um die für die Kommerzialisierung von Brennstoffzellenfahrzeugen
notwendigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Demonstrationsvorhaben
effizient und koordiniert durchzuführen. DaimlerChrysler unterstützt
die Etablierung einer JTI und ist Mitunterzeichner der „Industry
Declaration of Intent“. Darin kommt die Bereitschaft der
europäischen Industrie zum Ausdruck, sich gemeinsam mit der öffentlichen
Hand aktiv in einer solchen Initiative zu beteiligen. Das Advisory
Council der HFP wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, die
Joint Technology Inititative einzurichten. Prof. Dr. Herbert Kohler,
Leiter Konzernforschung und Vorentwicklung Fahrzeugaufbau und Antrieb
und DaimlerChrysler Umweltbevollmächtigter, übernimmt
ab sofort den Vorsitz des Advisory Council.
Konkrete Vorschläge für Aktiviäten im Rahmen einer
JTI und den notwendigen Schritten für den Aufbau einer europäischen
Wasserstoff-Infrastruktur hat darüber hinaus eine Gruppe von
zwei Mineralölfirmen und sechs Automobilherstellern, zu denen
auch DaimlerChrysler gehört, in einem Positionspapier erabeitet.
Weltweit größter Praxistest für
Brennstoffzellenfahrzeuge
Je ein Mercedes-Benz Citaro Brennstoffzellenbuss aus Luxemburg
und Amsterdam, die normalerweise im täglichen Linienverkehr
der Städte im Einsatz sind, haben sich auf eigener Achse und
mit nur einer Tankfüllung Wasserstoff auf den Weg nach Brüssel
gemacht, um die Alltagstauglichkeit dieser zukunftsweisenden Antriebstechnologie
Vertretern aus Politik, Industrie und der Öffentlichkeit zu
demonstrieren. Die Busse werden als Shuttle zwischen dem Konferenzzentrum
und der Ausstellung der General Assembly eingesetzt. Die gesamte
Busflotte mit 36 Fahrzeugen hat bis heute über 1,5 Millionen
Kilometer zurückgelegt, wobei die Brennstoffzellenstacks eine
Gesamtbetriebsdauer von über 100.000 Stunden erreichten.
Die Brennstoffzellen-Busse sind Teil des europäischen Wasserstoffprojekts
HyFLEET:CUTE, das den Betrieb von 47 wasserstoffbetriebenen Bussen
im regulären Linienverkehr in 10 Städten auf drei Kontinenten
umfasst. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten
Projekts werden zukunftsorientierte Antriebskonzepte in Stadtbussen
sowie Technologien und Verfahren zur Herstellung und Verteilung
von Wasserstoff aufgezeigt.
Neben den Bussen zeigen Mercedes-Benz A-Klassen F-Cell in Brüssel
den derzeitigen Entwicklungsstand der Brennstoffzellentechnologie
im Pkw auf. 60 dieser A-Klassen F-Cell sind derzeit bei Kunden
in Deutschland, Japan, Singapur und USA im Einsatz. Sie sind bis
heute über 870.000 km gefahren, was einer Betriebsdauer von
mehr als 26.500 Stunden entspricht. Im Rahmen der Ausstellung gibt
DaimlerChrysler außerdem mit einem B-Klasse F-Cell Schnittmodell
einen Ausblick auf die nächste Generation von Brennstoffzellen-Flottenfahrzeugen.
Der Einsatz der DaimlerChrysler Brennstoffzellenfahrzeuge erfolgt
weltweit im Rahmen verschiedener Kooperations- und Förderprojekte.
In diesen Demonstrationsprojekten haben sich Fahrzeughersteller,
Mineralölfirmen, Energieversorger, Ministerien und Behörden
sowie Universitäten und andere wissenschaftliche Einrichtungen
zusammengeschlossen, um den Markt für die zukunftsweisende
Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie zu bereiten. Hierzu
zählen insbesondere der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur
sowie die Akzeptanz der Wasserstofftechnologie bei Fahrern und
Passagieren.
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