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Mercedes-Benz Vans: sparsam und sauber - neue Techniken verbinden Ökologie und Ökonomie
 Stuttgart, 30.06.2008
Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden - die Herausforderung nimmt Mercedes-Benz Vans mit seinen Transportern an. Als Technologieführer entwickelt der Geschäftsbereich für seine Kunden gleichermaßen umweltschonende und wirtschaftliche Fahrzeuge. Mit seinen Neuentwicklungen Sprinter ECO-Start, Sprinter NGT und dem Hybrid-Sprinter als Erprobungsfahrzeug lässt Mercedes-Benz Vans aufhorchen.
Tiefkühl-Pizza und Buch passen nicht durch die DSL-Leitung
Die unübertroffene Flexibilität des Straßengüterverkehrs und hier besonders die Wendigkeit von Transportern kommt modernen Vertriebsformen entgegen. E-Commerce mit Bestellung im Internet und Services wie individuelle Hausbelieferung verlangen nach kleinteiligen Transporten. Ob Buch oder Büroartikel - innerhalb von 24 Stunden soll die Ware eintreffen, sowohl bei privaten Haushalten als auch gewerblichen Kunden. „Business to Customer“, kurz „B2C“, lautet das Schlagwort dafür. Unerlässlich dafür ist Transport: Lebensmittel und Tiefkühlpizza, Bücher und Büromaterial passen nicht durch die DSL-Leitung.
Gleichzeitig ändert sich die Gesellschaft: Die Größe der Haushalte nimmt ab, die Zahl der Single-Haushalte wächst. Das bedeutet bis zu den Dingen des täglichen Bedarfs: Einkauf in kleinen Mengen, Lieferungen kleiner Gebinde. Das tägliche Paketaufkommen wird sich in Europa zwischen 1996 zwischen 2015 auf rund 14 Millionen Pakete verdoppeln. Allein in Deutschland transportieren KEP-Dienste (KEP = Kurier, Express, Paket) mehr als zwei Milliarden Sendungen im Jahr.
Dem entgegen stehen steigende Kraftstoffpreise, drohende Rohstoffverknappung, Einfahrbeschränkungen für Städte und Gemeinden. Diskussionen über den verkehrsbedingten Ausstoß von Feinstaub, CO2 und anderen Abgasen drängen die Transportbranche in die Defensive. E-Commerce aber kann mit intelligenten Lösungen sogar den Verkehr entlasten: Zwar nimmt der Lieferverkehr zu, doch parallel dazu reduziert sich der individuelle motorisierte Einkaufsverkehr drastisch.
Geringer CO2-Ausstoß liegt im Interesse der Transportunternehmen
Ein niedriger Kraftstoffverbrauch und damit automatisch eine geringere CO2-Emission liegt im Interesse der transportierenden Wirtschaft. Die Entwicklung der Dieselpreise verdeutlicht den Wunsch nach sparsamen und damit umweltfreundlichen Transportern: Der aktuelle Tankstellenpreis für einen Liter Diesel von rund 1,50 Euro in Deutschland entspricht einer Steigerung um mehr als 25 Prozent innerhalb von nur zwölf Monaten.
Neuer Sprinter ECO-Start : wenig Aufwand, hoher Effekt
Wie sich bereits mit geringem Aufwand hohe Effekte erzielen lassen, zeigt der Mercedes-Benz Sprinter mit ECO-Start. Speziell in Ballungsgebieten mit ihrem hohen Anteil von Stopp-and-Go-Betrieb lassen sich damit erhebliche Einsparungen erzielen. Die Ingenieure von Mercedes-Benz nennen eine Reduzierung des Verbrauchs um fünf bis acht Prozent, im Einzelfall sogar von 20 Prozent. Besonders attraktiv: Die Mehrinvestition ist gering und rentiert sich bei innerstädtischem Einsatz innerhalb von kurzer Zeit. ECO-Start ist für alle Sprinter CDI mit Vierzylinder-Dieselmotor und Schaltgetriebe verfügbar.
Neuer Sprinter 316 NGT: schont Umwelt und Geldbeutel
Ähnlich sieht es beim neuen Sprinter 316 NGT aus, dem Sprinter mit Erdgasantrieb (NGT = Natural Gas Technology). Trotz hoher Leistung von 115 kW (156 PS) liegen seine Betriebskosten rund 30 Prozent unter denen eines Dieselmotors. Als großes Plus addiert sich zur Wirtschaftlichkeit der umweltschonende Betrieb mit deutlich verringerten Abgas- und Geräuschemissionen. Mit einer Vielzahl von Modellvarianten passt sich der Sprinter 316 NGT flexibel an die Wünsche der Unternehmen an.
Neuer Sprinter Plug-In Hybrid: sauber und leise durch die City
Ein neues Kapitel schlägt Mercedes-Benz mit dem Sprinter Plug-In Hybrid auf. Nach erfolgreichen Kundenversuchen in Frankreich und den USA mit Hybridvarianten auf Basis von Dieselmotoren, folgt nun ein Kunden-Großversuch mit dem Sprinter Plug-In Hybrid auf Basis eines Ottomotors. Diese Kombination ist eine Option für Länder mit Priorität auf benzingetriebenen Fahrzeugen. Ab Sommer dieses Jahres starten elf Fahrzeuge in vier amerikanischen Metropolen.
Der Sprinter Plug-In Hybrid fährt bis zu 30 km am Stück rein elektrisch flüsterleise und emissionsfrei. Seine neuartigen Lithium-Ionen-Batterien werden durch den Motor, beim Bremsen („Rekuperation“) sowie über Nacht oder in Pausenzeiten an der Steckdose geladen („Plug-In“). Eine intelligente Betriebsstrategie steuert den wechselweisen oder gemeinsamen Einsatz von Verbrennungs- und Elektromotor.
Transporter von morgen: großes Sparpotenzial im Detail
Unter Hochdruck arbeiten die Entwickler von Mercedes-Benz an weiteren Projekten. Ein Stichwort heißt Energiemanagement, gemeint ist die bedarfsgesteuerte Regelung von Nebenaggregaten. In Zukunft werden Lenkhelfpumpe, Klimaanlage und Generator nur dann arbeiten, wenn dies notwendig ist. Geregelte Pumpen für Kraftstoff, Öl und Kühlmittel verbrauchen ebenso wie rollwiderstandsoptimierte Reifen weniger Energie. Anzeigen des optimalen Schaltpunkts unterstützen den Fahrer.
Die kommende Generation von Dieselmotoren verfügt über eine Common-Rail-Direkteinspritzung mit Einspritzdrücken bis 2000 bar – heute sind maximal 1600 bar möglich. Piezo-Injektoren mit direktem Antrieb ermöglichen eine nochmals schnellere und präzisere Steuerung der Einspritzung. Das spart Kraftstoff und verbessert das Ansprechverhalten der Motoren. Generell gilt: Der Dieselmotor hat unverändert enormes Potenzial, ob nun für sich gesehen oder als Teil eines Hybridantriebs.
Das Ende des Öl-Zeitalters: von Diesel über BTL zu Wasserstoff
Daimler gehört zu den Pionieren neuer Kraftstoffe: Der Konzern hat bereits 2003 den weltweit ersten regenerativ erzeugten Kraftstoff aus Biomasse vorgestellt – der Begriff der Zukunft könnte Biomass-to-Liquid (BTL) heißen. BTL kann praktisch unbegrenzt mit normalem Dieselkraftstoff gemischt werden. Dieser Kraftstoff, Markenname SunDiesel, wird aus nachwachsenden Rohstoffen sowie Reststoffen synthetisch hergestellt. Er steht nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.
Da neben Reststoffen wie Abfallholz die ganze Pflanze zur Produktion von Kraftstoff verwendet wird, liegt der Ertrag mit jährlich 4000 l pro Hektar bei BTL etwa drei Mal höher als etwa bei Biodiesel. In der Zukunft ist sogar eine zehnmal höhere Ausbeute möglich. BTL (SunDiesel) hat ein Treibhausgas-Reduktionspotenzial von 92 % bis 95 % - der höchste Wert aller derzeit verfügbaren Alternativ-Kraftstoffe.
Mit Wasserstoff und Brennstoffzelle zum Zero Emission Vehicle
Die nächste Stufe führt dann zu Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft. Bisher noch überwiegend aus Erdgas und Erdöl gewonnen, wird Wasserstoff künftig mit Hilfe von regenerativen Energien, d.h. aus Wasserkraft, Wind- und Solarenergie erzeugt. Hierfür sind allerdings noch hohe Investitionen in eine entsprechende Infrastruktur mit einem Produktions- und Tankstellennetz nötig. Mit umweltfreundlich gewonnenem Wasserstoff als Energie für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb wird die Vision vom Zero Emission Vehicle Wirklichkeit.
Bereits das erste Auto der Welt mit Brennstoffzelle war ein Transporter
Das erste Auto der Welt mit Brennstoffzellenantrieb war 1994 ein Transporter, der Mercedes-Benz NECAR 1 (New Electric Car) auf Basis des MB 100 D. Wenige Jahre später hat der Mercedes-Benz Sprinter mit Brennstoffzelle im Kundenversuch in Europa und in den USA seine Möglichkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Sprinter mit Hybridantrieb von Mercedes-Benz Vans bildet nun die ideale Brückentechnologie auf dem Weg zum Brennstoffzellenantrieb.
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