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Formel 1 Service von Mercedes-Benz



Formel-1-Weltmeisterschaft 2002

17. Lauf: Grand Prix von Japan in Suzuka
Kimi Räikkönen Dritter
David Coulthard an dritter Stelle liegend ausgefallen

West McLaren Mercedes Fahrer Kimi Räikkönen beendete den Grand Prix von Japan in Suzuka, den 17. und letzten des Jahres 2002, auf dem dritten Platz, und damit mit dem gleichen Ergebnis, mit dem er die Saison am 3. März in Melbourne, Australien begonnen hatte. Nach 53 Runden kam Kimi 23,292 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel. David Coulthard fiel in der siebten Runde an dritter Stelle liegend wegen eines elektrischen Problems, das eine Zylinderbank lahm legte, aus. Für das Team West McLaren Mercedes war es der 100. gemeinsame Grand Prix - die Zusammenarbeit mit Partner West hatte mit dem Sieg von David Coulthard am 9. März 1997 in Melbourne begonnen.

Chassis 06: David
Chassis 09: Kimi

Der Start: David, Drittschnellster im Qualifying, attackierte den Zweitplatzierten Barrichello, fuhr aber als Dritter in die erste Kurve. Kimi fiel vom vierten Startplatz um einen Rang hinter Ralf Schumacher (Williams-BMW) zurück.

Das Rennen: David fuhr an dritter Stelle hinter den beiden Ferrari, als er in der siebten Runde ausgangs Kurve neun langsamer wurde, in die Boxen fuhr und aufgab.

Kimi verbesserte sich dadurch auf Platz vier. In der 22. Runde fuhr er als Dritter zu seinem ersten geplanten Stopp an die Box (9,9 Sekunden) und nahm das Rennen als Fünfter wieder auf. Als die erste Runde der Boxenstopps beendet war, war er erneut Vierter. Als Dritter fuhr er in Runde 41 zu seinem zweiten Stopp an die Box (7,3 Sekunden) und beschleunigte als Vierter hinter Michael Schumacher, Rubens Barrichello und Ralf Schumacher wieder auf die Strecke.

Nachdem Ralf Schumacher in Runde 49 ausgefallen war, fuhr Kimi als Dritter ins Ziel. Es war sein vierter Podiumsplatz in diesem Jahr, seiner ersten Saison im Team West McLaren Mercedes.

Kimi Räikkönen: "Mein Rennen verlief problemlos bis ein paar Runden vor Schluss, als es zu einem Problem mit der Gassteuerung kam, das jedoch durch das Bordsystem behoben wurde. Durch den Ausfall von Ralf Schumacher habe ich am Ende einen Podiumsplatz erzielt. In meiner ersten Saison mit West McLaren Mercedes habe ich das erste und das letzte Rennen jeweils als Dritter beendet. Das Jahr hat Spaß gemacht und ich freue mich bereits auf die nächste Saison."

David Coulthard: "Ich hätte die Saison gern mit einem Podiumsplatz beendet, das wäre heute möglich gewesen. Ich bin enttäuscht, denn ich war schnell genug, den Abstand zu den Fahrzeugen hinter mir zu vergrößern. In Kurve neun verlor der Motor an Leistung, das Team erklärte mir, dass ein elektrisches Problem eine Zylinderbank lahm gelegt hatte. Ich fuhr an die Boxen, doch die Mechaniker konnten nichts mehr tun. Ich mache jetzt Ferien und am 26. November werden wir in Valencia wieder testen."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Die Restrukturierungsmaßnahmen bei McLaren wie bei Mercedes-Benz und die weiter gesteigerten Anstrengungen von Michelin und ExxonMobil sowie jene unserer Fahrer David Coulthard, Kimi Räikkönen und Alexander Wurz werden in der nächsten Saison Früchte tragen und wir wollen somit wettbewerbsfähiger werden. Beide Fahrer haben an diesem Wochenende eine sehr gute Leistung gezeigt; für David tut es uns leid, Kimi hat seine Sache gut gemacht."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Für Kimi und das Team ist der Podiumsplatz im letzten Saisonrennen 2002 erfreulich; schade allerdings, dass David früh ausgefallen ist. Ganz klar ist, dass wir aufholen wollen, das Team hat einen arbeitsreichen Winter vor sich."

14.10.02

 

16. Lauf: Grand Prix der USA in Indianapolis
David Coulthard Dritter
Kimi Räikkönen an sechster Stelle liegend ausgeschieden

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard belegte beim Grand Prix der USA in Indianapolis den dritten Platz. Nach 73 Runden kam er 7,7 Sekunden hinter Sieger Rubens Barrichello und dessen Ferrari-Teamkollegen Michael Schumacher ins Ziel. Kimi Räikkönen fiel in der 50. Runde wegen eines durch eine defekte Zündkerze verursachten Motorschadens aus.

Chassis 06: David
Chassis 09: Kimi

Der Start: David, Drittschnellster im Qualifying, bog knapp hinter dem Zweitplatzierten Barrichello als Dritter in die erste Kurve; Kimi fiel von Startplatz sechs um einen Rang zurück. Als eingangs der zweiten Runde die Williams-BMW Fahrer Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya auf den Plätzen vier und fünf kollidierten, verbesserte sich Kimi auf Position fünf.

Das Rennen: An Kimis Motor kam es ab Runde 13 zu Fehlzündungen in Folge eines Zündkerzenschadens, so dass seine Rundenzeiten im Vergleich zu seinem Teamkollegen langsamer wurden. Dadurch fiel Kimi zunächst um einen Rang hinter Jacques Villeneuve (BAR-Honda) zurück, drei Umläufe später verlor einen weiteren Platz an Montoya. Bis zur 32. Runde hatte sich Kimi, der wie David auf einer Ein-Stopp-Strategie war, auf Platz vier verbessert.

Nach den ersten Boxenstopps von Michael Schumacher (Runde 27/8,0) und Barrichello (28/8,0) schloss David auf die führenden Ferrari auf und folgte ihnen bis zu seinem Stopp in Runde 42 im Abstand von rund einer Sekunde. Nach einer Standzeit von 10,8 Sekunden nahm David das Rennen als Vierter hinter Kimi wieder auf. Einen Umlauf später stoppte auch der Finne (12,9 Sekunden); er beschleunigte als Sechster hinter Montoya und Villeneuve wieder auf die Strecke. In der 50. Runde kam es durch eine defekte Zündkerze zu einem Motorschaden und Kimi fiel aus.

Nach 73 Runden fuhr David 7,7 Sekunden hinter den beiden Ferrari ins Ziel, die auf der Linie um 0,011 Sekunden getrennt waren.

David Coulthard: "Ich war überrascht, dass ich den beiden Ferrari beim Start so nahe kam, denn ich hatte viel Kraftstoff an Bord. Auf der Strecke herrschte viel Verkehr, dies sowie unsere Ein-Stopp-Strategie halfen mir, zu den Führenden aufzuschließen. In der zweiten Rennhälfte bin ich etwas verhaltener gefahren, um kein Risiko einzugehen. Unsere Strategie war erfolgreich und unsere Leistung am ganzen Wochenende zeigt, dass wir einen Schritt nach vorne getan haben."

Kimi Räikkönen: "Mein Start war ordentlich, aber Trulli, der auf einer Zwei-Stopp-Strategie war, konnte mich mit seinem leichteren Auto überholen. Ich ließ ihm in der ersten Kurve Platz, um eine Kollision zu vermeiden. Nach 13 Runden spürte ich Fehlzündungen, der Motor lief nur noch auf neun Zylindern. Dadurch verlor ich an Top Speed und Villeneuve und Montoya konnten überholen. Schade, denn mein Wagen lag sehr gut. Leider kam es dann in Runde 50 zu dem Motorschaden."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Wir haben die Leistung unseres Pakets zweifellos gesteigert und waren in der Lage, die dominierenden Ferrari etwas stärker zu attackieren. Wir wollen diesen Schwung bis zum Grand Prix von Japan beibehalten, denn dort haben wir schon immer gute Ergebnisse erzielt."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Wir haben hier mit unserer Leistung einen Schritt nach vorne gemacht und konnten in der Rennmitte zu den Ferrari aufschließen. David hat mit dem Podiumsplatz eine gute Leistung gezeigt. Kimis Motor lief ab Runde 13 nur auf neun Zylindern, weil eine Zündkerze kaputt ging, was letztlich zum Motorschaden führte. Wir freuen uns jetzt auf das Saisonfinale in Suzuka."

30.09.02

 

15. Lauf: Grand Prix von Italien in Monza
David Coulthard Siebter
Kimi Räikkönen an vierter Stelle liegend mit Motorschaden ausgefallen

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard belegte beim Grand Prix von Italien in Monza den siebten Platz. Nach einer Kollision in der ersten Schikane nach dem Start musste er am Ende der ersten Runde einen außerplanmäßigen Boxenstopp einlegen, um den Frontflügel ersetzen zu lassen und verbesserte sich vom 20. und letzten Rang um 13 Positionen. Kimi Räikkönen fiel in der 30. Runde an vierter Stelle liegend wegen eines Motorschadens aus. Rubens Barrichello (Ferrari) gewann das 53-Runden-Rennen.

Chassis 08: David
Chassis 07: Kimi

Der Start: Kimi war im Qualifying am Samstag Fünftschnellster gewesen, wurde aber wegen einer Kollision mit Takuma Sato (Jordan-Honda) kurz vor Trainingsende um einen Rang zurück gestuft und startete als Sechster, David stand auf Startplatz sieben. Beim Start überholte Kimi den vor ihm stehenden Eddie Irvine (Jaguar) und war nach der ersten Schikane Fünfter, während David bei einem Rempler im Gedränge der engen Rechts-Links-Kurve den Frontflügel verlor, durch den notwendigen Boxenstopp (18,4 Sek. Standzeit) über 30 Sekunden einbüßte und auf den 20. und letzten Platz zurück fiel.

Das Rennen: In der fünften Runde war Kimi Vierter, David lag auf Rang 19. Bis zur 30. Runde verbesserte sich der Schotte auf Rang zehn, im gleichen Umlauf fiel Kimi bei der Anfahrt zur Parabolica wegen eines Motorschadens aus.

In Runde 37 fuhr David, jetzt Sechster, zu seinem einzigen geplanten Stopp an die Box (8,0 Sek.) und nahm das Rennen an neunter Stelle wieder auf. In Runde 41 war der Schotte Achter und zehn Umläufe später überholte er nach mehreren Versuchen Giancarlo Fisichella (Jordan-Honda) in der ersten Schikane und übernahm Platz sieben. Auf jetzt freier Strecke absolvierte David in der vorletzten Runde seinen schnellsten Umlauf, die insgesamt drittschnellste Runde des Rennens. Doch es gelang ihm nicht mehr, den sechstplatzierten Olivier Panis (BAR-Honda) zu überholen. Um 0,5 Sekunden verpasste David den letzten Punkterang.

David Coulthard: "Das Ende der Europa-Saison hatte ich mir anders vorgestellt. Nach dem Start habe ich in der ersten Schikane das Heck von Kimis Wagen berührt, als er bremste, um einem anderen Auto auszuweichen und ich nicht schnell genug reagieren konnte. Deshalb musste ich mir an den Boxen eine neue Fahrzeugnase montieren lassen. Beim Überrunden habe ich darauf geachtet, die Führenden nicht zu behindern; das hat Zeit gekostet und uns am Ende wahrscheinlich um einen Punkt gebracht."

Kimi Räikkönen: "Ich habe beim Start Eddie Irvine überholt, danach kam es vor allem darauf an, keinen Fehler zu machen. Wenn ich das Rennen zu Ende gefahren wäre, hätte ich den dritten Platz erzielt, aber das lag leider nicht in meiner Macht."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Unsere beiden Fahrer hatten unterschiedliche Probleme, so dass sie heute keine Punkte erzielen konnten. Wir haben vor dem Beginn der Saison 2003 eine Menge Arbeit, um wieder Rennen gewinnen zu können."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "David hat seine Chancen auf ein gutes Ergebnis im Gedränge der ersten Schikane verloren. Der erforderliche Boxenstopp zur Montage der neuen Fahrzeugnase kostete ihn über 30 Sekunden. Kimis Rennen verlief nach Plan, bis er in der 30. Runde durch einen Motorschaden gestoppt wurde. Dessen Ursache werden wir noch untersuchen."

16.09.02

 

14. Lauf: Großer Preis von Belgien in Spa-Francorchamps
David Coulthard Vierter, Kimi Räikkönen an fünfter Stelle liegend ausgefallen

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard belegte beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps den vierten Platz. Nach 44 Runden kam er 19,357 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) und 0,912 Sekunden hinter dem drittplatzierten Juan Pablo Montoya (Williams-BMW) ins Ziel. Kimi Räikkönen fiel in der 36. Runde wegen eines Motorschadens aus.

Chassis 07: David
Chassis 03: Kimi

Der Start: Kimi hatte sich für den zweiten Startplatz und damit erstmals in seiner Formel-1-Karriere für die erste Startreihe qualifiziert. David, der sich für eine andere Reifenmischung entschieden hatte, war Sechster im Qualifying. Nach dem Start bog Kimi als Dritter hinter den Ferrari von Michael Schumacher und Rubens Barrichello in die erste Kurve, David attackierte Ralf Schumacher (Williams-BMW), den er am Ende der Geraden nach Eau Rouge überholte und Platz fünf übernahm.

Das Rennen: In der zweiten Runde rutschte Kimi einmal zu weit über die Curbs und wurde von Montoya überholt. Nach den Boxenstopps von Michael Schumacher (Runde 16/8,6 Sek.) und Barrichello (Runde 17/10,2 Sek.) fuhr Kimi als Dritter in Runde 18 an die Box (9,6 Sek.). David folgte eine Runde später (8,7 Sek.). Der Schotte fuhr knapp vor seinem Teamkollegen als Vierter wieder aus der Box.

In Runde 29 (Boxenstopp Giancarlo Fisichella/Jordan-Honda) verbesserten sich die beiden West McLaren Mercedes Fahrer auf die Plätze sechs und acht, zwei Umläufe später lagen sie auf den Positionen fünf und sieben - Jenson Button (Renault) hatte sich unter dem Druck von Kimi von der Strecke gedreht. David legte im 34. Umlauf als Fünfter seinen ersten Boxenstopp ein (8,0 Sek.), überholte dabei Jarno Trulli (Renault) und nahm das Rennen als Siebter wieder auf, Kimi, jetzt Vierter, folgte eine Runde später (9,1 Sek.) und war danach Sechster.

In Runde 34 ging Kimi zu seinem zweiten Stopp an die Box (8,2 Sekunden), David kam zu seinem zweiten Stopp einen Umlauf später herein (6,2 Sek.). Trotz des schnellsten Boxenstopps aller Spitzenfahrer kam der Schotte knapp hinter Montoya als Vierter auf die Strecke zurück, Kimi war Fünfter. Einen Umlauf später stellte der Finne seinen Wagen mit Motorschaden ab.

Die Ursache wird noch untersucht. David machte Druck auf Montoya, fand aber keine Überholmöglichkeit und fuhr nach 44 Runden 0,912 Sekunden hinter dem Kolumbianer als Vierter ins Ziel.

David Coulthard: "Ich habe Ralf Schumacher gleich nach dem Start auf der langen Geraden vor Les Combes überholt und war dann Fünfter, doch mein Auto lag im mittleren Sektor nicht besonders gut, so dass ich nicht an Montoya vorbei kam. Nach meinem zweiten Boxenstopp war der Grip besser, weil mehr Gummi auf der Strecke lag und ich nicht mehr so viel Kraftstoff an Bord hatte. Deshalb fuhr ich meine schnellsten Runde gegen Ende des Rennens. Den zweiten Boxenstopp hat das Team sehr schnell absolviert, doch leider hat es nicht gereicht, um Montoya zu überholen."

Kimi Räikkönen: "Ich habe beim Start alles versucht, aber ich konnte Barrichello nicht hinter mir halten. In der zweiten Runde hatte ich einen kurzen Ausrutscher, so dass Montoya überholen konnte. Ich hielt danach mit ihm mit und wir fuhren gleichzeitig an die Boxen, doch er blieb vor mir. Kurz vor meinem zweiten Boxenstopp merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Etwas mehr als eine Runde später kam es zum Motorschaden. Es war schön, erstmals aus der ersten Reihe zu starten, das gleiche Ergebnis im Rennen wäre mir aber lieber gewesen."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Die niedrigen Temperaturen waren der Hauptgrund dafür, dass wir heute nicht so gut waren wie gestern. Ein schwieriges Wochenende, aber wie das Qualifying gezeigt hat machen wir Fortschritte."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Keiner hatte eine Chance gegen Ferrari. David kam an Montoya nicht vorbei, obwohl er ihm gegen Ende des Rennens viel Druck machte, doch überholen war nicht möglich. Den Grund für den Motorschaden an Kimis Auto werden wir untersuchen."

02.09.02

 

13. Lauf: Grand Prix von Ungarn in Budapest
Kimi Räikkönen Vierter,
David Coulthard Fünfter

Die West McLaren Mercedes Fahrer Kimi Räikkönen und David Coulthard belegten beim Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring die Plätze vier und fünf. Nach 77 Runden kam Kimi 29,479 Sekunden hinter Sieger Rubens Barrichello (Ferrari) ins Ziel, Ferrari sicherte sich die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Chassis 08: David
Chassis 06: Kimi

Der Start: Kimi verbesserte sich von Startplatz elf auf Rang acht am Ende der ersten Runde; David, Zehnter im Qualifying, verlor zunächst eine Position, war aber eingangs der zweiten Runde wieder Zehnter, nachdem er Nick Heidfeld (Sauber-Petronas) ausgebremst hatte.

Das Rennen: Kimi folgte dem siebtplazierten Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) mit weniger als einer Sekunde Abstand. In Runde 22 setzte sich der Finne in Kurve 2 neben den Kolumbianer und zog nach einem Rad-an-Rad-Duell eine Kurve später vorbei. Als Montoya dabei kurz von der Strecke abkam, passierte ihn auch David und war Neunter.

In Runde 29 (Boxenstopp Giancarlo Fisichella/Jordan-Honda) verbesserten sich die beiden West McLaren Mercedes Fahrer auf die Plätze sechs und acht, zwei Umläufe später lagen sie auf den Positionen fünf und sieben - Jenson Button (Renault) hatte sich unter dem Druck von Kimi von der Strecke gedreht. David legte im 34. Umlauf als Fünfter seinen ersten Boxenstopp ein (8,0 Sek.), überholte dabei Jarno Trulli (Renault) und nahm das Rennen als Siebter wieder auf, Kimi, jetzt Vierter, folgte eine Runde später (9,1 Sek.) und war danach Sechster.

In der Folge schlossen beide West McLaren Mercedes zu Fischella (Vierter) und Felipe Massa (Sauber-Petronas, Fünfter) auf. Im 45. Umlauf kam David kurz von der Strecke ab, behielt aber seine Position und konnte die Lücke hinter seinem Teamgefährten wieder schließen. Nachdem Fisichella (Runde 51, 8,5 Sek.) und Massa (Runde 53, 8,4 Sek.) an die Box gefahren waren, hatten Kimi (Vierter) und David (Fünfter) freie Fahrt und fuhren in diesem Rennabschnitt mit die schnellsten Runden im Feld. David stoppte in Runde 58 zum zweiten Mal (8,2 Sek.) und behielt seine Position ebenso wie Kimi, der in Runde 61 seinen zweiten Boxenstopp (7,8 Sek.) einlegte.

Kimi Räikkönen: "In Anbetracht unserer Startplätze und bei den geringen Überholmöglichkeiten auf dieser Strecke bin ich damit zufrieden, dass wir heute Punkte geholt haben. In Runde 22 fuhr ich in Kurve 2 neben Montoya, war in der nächsten Kurve innen und er kam von der Strecke ab. Dann lag ich hinter Button, der sich von der Strecke drehte. Fisichella und Massa habe ich beim zweiten Boxenstopp überholt. Danach hatte ich freie Fahrt und konnte wesentlich schneller fahren, doch es war zu spät, um weiter nach vorn zu kommen."

David Coulthard: "Mein Start war gut, doch wurde ich in der ersten Kurve nach außen abgedrängt und verlor die Plätze, die ich gerade gewonnen hatte. In der zweiten Runde überholte ich Heidfeld und war wieder Zehnter. Dank unserer guten Strategie konnte ich mich bis auf Platz fünf verbessern. Das Heck des Wagens war etwas nervös, deshalb kam ich in Runde 45 kurz von der Strecke ab, doch insgesamt war unsere Abstimmung heute besser als gestern."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Dank der höheren Temperaturen konnten wir heute mehr aus den Michelin-Reifen heraus holen. Kimi und David sind sehr gut gefahren, und wir hatten eine gute Strategie - damit haben wir uns die Plätze vier und fünf verdient."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Kimi und David haben überholt - obwohl man auf dieser Strecke eigentlich nicht überholen kann. Mit besseren Startplätzen wäre wohl ein dritter Platz möglich gewesen. Die gute Strategie hatte wesentlichen Anteil am Ergebnis und das ganze Team hat heute perfekt gearbeitet."

19.08.2002

 

12. Lauf: Grand Prix von Deutschland in Hockenheim
David Coulthard Fünfter
Kimi Räikkönen nach Dreher ausgefallen

Team McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard hat beim Grand Prix von Deutschland in Hockenheim den fünften Platz belegt. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen fiel fünf Runden vor Schluss des 67-Runden-Rennens durch einen Dreher in der Zieleingangskurve aus. Michael Schumacher (Ferrari) gewann das erste Rennen auf dem umgebauten und verkürzten Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings.

Chassis 08: David
Chassis 06: Kimi

Der Start: Kimi hatte sich als Fünftschnellster qualifiziert, überholte beim Start den vor ihm liegenden Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) und kam als Vierter aus der ersten Runde zurück. David, Neunter im Qualifying, war nach dem ersten Umlauf Siebter.

Das Rennen: Montoya attackierte Kimi in Runde zwölf beim Anbremsen der neuen Haarnadelkurve. Der Finne wehrte sich fünf Kurven lang bis ins Motodrom, vor der Sachskurve ging Montoya jedoch vorbei. Einen Umlauf später überholte David den Renault von Jarno Trulli. Kimi war jetzt Fünfter unmittelbar vor seinem Teamkollegen.

In Runde 26 fuhr Kimi erstmals zum Tanken an die Box (9,2 Sek.), David legte seinen ersten Stopp (7,8 Sek.) drei Runden später ein. Nachdem alle Fahrer in Runde 31 ihre ersten Stopps absolviert hatten, war Kimi wieder Fünfter, David lag auf Rang sechs.

In Runde 37, beim Anbremsen der Haarnadelkurve, kam es an Kimis Autos zu einem Reifenschaden hinten links. Der Finne konnte seinen Wagen in der Auslaufzone abfangen und fuhr langsam an die Box. Nach 19 Sekunden nahm Kimi das Rennen mit einer Runde Rückstand als 14. wieder auf. David war jetzt Fünfter.

In der 49. Runde legte der Schotte seinen zweiten Boxenstopp ein (8,6 Sek.) und fuhr 18 Umläufe später als Fünfter ins Ziel. Kimi drehte sich fünf Runden vor Schluss in der Zieleingangskurve und fiel aus.

David Coulthard: "Im Vergleich zu Magny-Cours war dies ein enttäuschendes Rennen; mehr als Platz fünf war nicht drin. Am Start habe ich zwei Plätze gut gemacht, verlor aber hinter Trulli wieder etwas Zeit. Mein erster Reifensatz hat Blasen geworfen, deshalb haben wir beim Boxenstopp ein paar Einstellungen geändert. Danach war ich etwa so schnell wie die anderen Autos mit Michelin-Reifen, dennoch waren zwei WM-Punkte die bestmögliche Ausbeute."

Kimi Räikkönen: "Ich bin beim Start gut weg gekommen und fuhr an Montoya vorbei. In Runde 12 hatten wir ein tolles Duell und fuhren von der Haarnadel- bis zur Sachs-Kurve nebeneinander, bis er mich überholte. In Runde 37 hatte ich einen Reifenschaden hinten links. Ich schaffte es zurück an die Box, doch dabei wurden Unterboden, Verkleidung und Kühlluftzufuhr der Bremsen beschädigt. Dennoch konnte ich immer noch recht gute Rundenzeiten fahren. In Runde 62 verlor ich in der Zieleingangskurve die Kontrolle über den Wagen und drehte mich."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Kimis Reifenschaden und die daraus folgende Beschädigung hat ihn um eine Platzierung in den Punkterängen gebracht. Davids Rennen verlief ohne Zwischenfälle, steht aber in deutlichem Gegensatz zu unserer Leistung in Magny-Cours."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Ein enttäuschendes Ergebnis in unserem Heim-Grand-Prix. Reifen und Chassis harmonierten heute nicht miteinander. Wir konzentrieren uns jetzt auf den Grand Prix in Ungarn und wollen dort an unsere Leistung von vor einer Woche in Magny-Cours anschließen."

29.07.2002

 

11. Lauf: Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours
Kimi Räikkönen Zweiter, David Coulthard Dritter in spannendem Rennen
Kimi verliert Führung durch Ausrutscher auf Öl vier Runden vor Schluss

Die West McLaren Mercedes Fahrer Kimi Räikkönen und David Coulthard haben beim Grand Prix von Frankreich die Plätze zwei und drei belegt. Nach 72 spannenden Runden kam Kimi 1,105 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel, der sich vorzeitig die Fahrer-WM sicherte. Kimi hatte von der 54. Runde an geführt und lag vor dem Ferrari, als er vier Runden vor dem Ziel in der Adelaide-Haarnadelkurve durch einen Verbremser auf Öl kurz von der Strecke rutschte, so dass Michael Schumacher überholen konnte.

Chassis 08: David
Chassis 06: Kimi

Der Start: Kimi hatte sich als Viertschnellster qualifiziert, sein bester Startplatz bisher, und bog als Dritter in die erste Kurve hinter Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) und Michael Schumacher. David, sechster im Qualifying, folgte hinter Ralf Schumacher (Williams-BMW) auf Platz fünf. Rubens Barrichello (Ferrari/Dritter), war am Vorstart stehen geblieben.

Das Rennen: In Runde 24 stoppte Montoya (8,4 Sek.), einen Umlauf später Michael Schumacher (8,4 Sek.). Dadurch führte Kimi bis zu seinem ersten Boxenstopp in Runde 27 (8,5 Sek.). Danach führte David, der einen Umlauf später herein fuhr (11,2 Sek.). Auf den Plätzen vier und fünf nahmen Kimi und David das Rennen wieder auf. Bis zu den zweiten Boxenstopps lagen die ersten fünf Fahrer innerhalb von rund vier Sekunden.

In Runde 43 führte Kimi nach Montoyas zweitem Tankstopp (11,6 Sek.) erneut, vor Michael Schumacher, der im 35. Umlauf eine Durchfahrtsstrafe absolviert hatte. In Runde 48 wurde der Ferrari betankt (8,8 Sek.), eine Runde später legte Kimi seinen zweiten Boxenstopp ein (8,7 Sek.). Er fuhr unmittelbar vor Michael Schumacher als Zweiter wieder auf die Strecke. Jetzt führte David bis zu seinem zweiten Boxenstopp in Runde 54 (7,7 Sek.), der ihn auf Platz drei, eine halbe Sekunde hinter Michael Schumacher zurück warf. Kimi lag an der Spitze und kontrollierte seine Verfolger bis zum Ausrutscher in Runde 68. Davids Angriffe auf Michael Schumacher wurden durch eine Durchfahrtsstrafe (Runde 59) gestoppt. Er hatte nach seinem zweiten Boxenstopp die weiße Linie am Ende der Boxenausfahrt überfahren, wie schon Michael und Ralf Schumacher vor ihm. Bei seiner Aufholjagd erzielte der Schotte in 1:15.045 (Runde 62) einen neuen Rundenrekord.

Kimi Räikkönen: "Mein bisher bestes Ergebnis in der Formel 1, und doch mein schlimmstes Rennen überhaupt. Es ist einfach enttäuschend, wenn man die Führung durch einen Ausrutscher so kurz vor dem Ziel verliert. Trotz Öl auf der Strecke gab es keine Warnflaggen, meine Räder blockierten und das war's. Der Kampf in der Spitzengruppe hat Spaß gemacht, mein Auto lief sehr gut und die Boxenstopps waren hervorragend. Ich kann das nächste Rennen kaum erwarten."

David Coulthard: "Das Rennen hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich am liebsten immer weiter gefahren wäre. Vielleicht hätte ich sogar um den Sieg kämpfen können, doch meine Durchfahrtsstrafe hat das verhindert. Das mit der weißen Linie war mein Fehler. Auf den letzten Runden habe ich den Motor nicht mehr ganz so hoch gedreht wegen eines sich ankündigenden Auspuffschadens. Es ist erfreulich, dass wir den Abstand zu den anderen Teams verringern konnten. Glückwunsch an Michael Schumacher zum Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Das war eine großartige Leistung des ganzen Teams. Eine perfekte Strategie wurde gut umgesetzt. Die Umstände, unter denen Kimi die Führung verlor, sind etwas unglücklich, doch unabhängig vom Ergebnis haben beide Fahrer ein hervorragendes Rennen gezeigt."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Ein tolles Rennen von Kimi und David und dem gesamten Team. Bis vier Runden vor Schluss gehörten wir zu den Sieganwärtern. Leider war Kimi der erste, der nach dem Ausfall eines anderen Wagens die Adelaide-Haarnadelkurve erreichte, so dass er auf dessen Öl ausrutschte. Wir waren konkurrenzfähig und machen weiter Fortschritte. Glückwunsch an Michael und Ferrari - sie waren in dieser Saison die besten."

22.07.2002

 

10. Lauf: Grand Prix von Großbritannien in Silverstone
David Coulthard: keine Punkte in Silverstone
Kimi Räikkönen wegen Motorschadens ausgefallen

Beim Grand Prix von England in Silverstone, der bei ständig wechselndem Wetter ausgetragen wurde, belegte David Coulthard im West McLaren Mercedes nach vier Boxenstopps den zehnten Platz. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen fiel in der 45. von 60 Runden wegen eines Motorschadens aus. Es siegte Michael Schumacher im Ferrari.

Chassis 07: David
Chassis 06: Kimi
Außentemperatur: 16 C
Asphalttemperatur: 17 C

Der Start: Kimi, Fünfter im Qualifying, startete neben David (Sechster) aus der dritten Reihe. Nachdem Rubens Barrichello's Ferrari am Vorstart stehen geblieben war und der Brasilianer von hinten starten musste, kamen die beiden West McLaren Mercedes auf den Plätzen vier und fünf aus der ersten Runde zurück.

Das Rennen: Eingangs der dritten Runde überholte Kimi Ralf Schumacher (Williams-BMW), übernahm Platz drei und verkürzte danach den Abstand zu den um die Spitze kämpfenden Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) und Michael Schumacher bis auf 1,7 Sekunden in Runde 10.

In Runde 12 setzte Regen ein, einen Umlauf später fuhr Kimi mit Montoya sowie Michael und Ralf Schmumacher an die Box. Da der Finne seinen Stopp nicht angekündigt hatte, dauerte der Reifenwechsel sehr viel länger als üblich. Zwei Runden später kam auch David zum Wechsel auf Regenreifen herein (6,5 Sek.). Bis zur 21. Runde überholte Kimi nacheinander Jenson Button (Renault), Ralf Schumacher sowie Jarno Trulli (Renault) und war Vierter. David lag auf Platz zehn, als er in Runde 23 wieder auf Trockenreifen wechselte, er nahm das Rennen als 17. wieder auf. Kimi fiel bei seinem Stopp in Runde 24 von Platz vier auf Rang zehn zurück.

Runde 27: Wieder setzte Regen ein. Kimi wechselte in Runde 29 auf Regenreifen (7,8 Sek.), David ließ einen Umlauf später Intermediates montieren (6,1 Sek.). Nur sieben Runden später brauchte er wieder Trockenreifen; beim Stopp (25,8 Sek.) gab es ein Problem mit der Betankungsanlage. Kimi wechselte in Runde 38 zurück auf Trockenreifen. In Runde 45 fiel er an zehnter Stelle liegend wegen Motorschadens aus. David wurde 15 Runden später Zehnter.

David Coulthard: "Das war ein schlimmer Nachmittag. Meinen ersten Stopp kündigte ich über Funk an, doch mich konnten nur die Mechaniker hören, der Funk der Teamleitung an der Boxenmauer wurde durch das angeschlossene digitale TV gestört. Als das Team mich dann reinholen wollte, war ich schon an der Boxeneinfahrt vorbei. Die Wetterinformationen, die uns zur Verfügung standen, kündigten ein Ende des Regens an und so fuhr ich eine weitere Runde. Aber dann begann es sehr stark zu regnen. Von da an waren wir mit den falschen Reifen zur falschen Zeit draußen. Zudem hatte ich Bremsprobleme. Im Nassen war es schwierig, Club Corner anzubremsen und so bin ich vier Mal von der Strecke abgekommen. Dies ist ein Heim-Grand-Prix, den ich am liebsten vergessen möchte."

Kimi Räikkönen: "Mein Start war gut und ich konnte das Tempo der Spitze mitgehen. Als dann der Regen einsetzte, fuhr ich gleich an die Boxen. Weil ich mich nicht rechtzeitig angemeldet hatte, war meine Crew nicht ganz vorbereitet und so dauerte der Stopp zu lange. Auch die folgenden Stopps liefen nicht optimal und wir kamen aus dem Tritt. Ein Motorschaden beendete mein Rennen in Runde 45."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Unsere Leistung im Trockenen hätte uns einen Podiumsplatz einbringen können, Kimi und David fuhren in der Anfangsphase sehr gut. Leider war unsere Wettervorhersage nicht so präzise wie sie hätte sein sollen. Unvorhergesehene Boxenstopps in Verbindung mit unserem gestörten Teamfunk-Kommunikationssystem verhinderten ein Resultat in den Punkten."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Kimi war bis zu seinem ersten Boxenstopp nach einsetzendem Regen sehr schnell unterwegs und konnte Kontakt zur Spitze halten. Dann ging der Boxenstopp schief. Der Grund für Kimis Motorschaden in Runde 45 wird noch heute abend untersucht. Davids Rennen verlief nicht besser - seine Schilderung dazu sagt alles. Wir werden aus diesem Rennen lernen und uns jetzt auf den nächsten Grand Prix in Magny-Cours konzentrieren."

08.07.2002

 

9. Lauf: Grand Prix von Europa auf dem Nürburgring
Rennen: Kimi Räikkönen Dritter
David Coulthard durch unverschuldeten Unfall ausgefallen

Team McLaren Mercedes Fahrer Kimi Räikkönen wurde beim Grand Prix von Europa auf dem Nürburgring Dritter und erzielte beim Heim-Grand-Prix von Mercedes-Benz den zweiten Podiumsplatz seiner Formel-1-Karriere. Nach 60 Runden fuhr Kimi 46,435 Sekunden hinter Sieger Rubens Barrichello (Ferrari) ins Ziel, dessen Teamkollege Michael Schumacher wurde Zweiter. David Coulthard fiel eingangs der 27. Runde mit beschädigter rechter Vorderradaufhängung aus, nachdem sein Fahrzeug vom ausbrechenden Williams-BMW von Juan-Pablo Montoya getroffen worden war.

Chassis 07: David
Chassis 06: Kimi
Außentemperatur: 20 C
Asphalttemperatur: 32 C

Der Start: David, Fünfter im Qualifying, startete neben Kimi (Sechster) aus der dritten Reihe. David bog als Vierter in den neuen Streckenteil Mercedes-Arena ein, der vor dem Rennen offiziell eröffnet worden war. Er kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück, gefolgt von seinem Teamkollegen.

Das Rennen: In der 16. Runde verbremste sich Kimi in der neuen Spitzkehre nach Start und Ziel und fiel hinter Jenson Button (Renault) auf Rang sieben zurück. Als der Engländer in Runde 22 seinen ersten von zwei Boxenstopps einlegte, war Kimi wieder Sechster.

In Runde 20 begann David, den vor ihm liegenden Montoya unter Druck zu setzen und folgte ihm mit weniger als einer Sekunde Abstand. Zu Beginn der 27. Runde bremste David den Kolumbianer eingangs der Mercedes-Arena von außen aus, Montoyas Wagen brach aus und traf Davids Fahrzeug, so dass der Schotte mit beschädigter rechter Vorderradaufhängung aufgab. Auch Montoya musste sein Fahrzeug abstellen.

Kimi übernahm Platz vier und schloss zum vor ihm fahrenden Ralf Schumacher (Williams-BMW) auf. Als der in Runde 30 an die Box fuhr, übernahm Kimi Platz drei. Er behielt diese Position auch nach seinem einzigen Boxenstopp in Runde 35 (11,2 Sek.) und fuhr 25 Umläufe später als Dritter ins Ziel. Kimi verbesserte sich mit elf Punkten auf Rang sechs in der Fahrer-WM.

Kimi Räikkönen: "Ich freue mich sehr über meinen zweiten Podiumsplatz in diesem Jahr. Nach dem Unfall von David und Montoya holte ich auf Ralf Schumacher auf und wir hatten einen schönen Zweikampf. Ich wollte gerade wieder versuchen, ihn auszubremsen, als mir das Team über Funk mitteilte, dass er an die Box fahren würde. Ich konnte ein paar Runden länger fahren und damit den Abstand so weit vergrößern, dass ich auch nach meinem Boxenstopp Dritter blieb."

David Coulthard: "Ich war mit meinem Auto sehr zufrieden und es war offensichtlich, dass wir schneller waren als beide Williams-BMW. In den Kurven fuhr Montoya deutlich langsamer als ich, doch auf den Geraden war er schnell. Deshalb konnte ich ihn nur aus dem Windschatten heraus in der ersten Kurve überholen. Leider brach bei dem Manöver das Heck seines Fahrzeugs aus und traf mich seitlich. Montoya hat sich bei mir entschuldigt, und ich weiß, dass solche Unfälle im Rennsport passieren können."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Verglichen zum Saisonbeginn können wir mit unserer Leistung im heutigen Rennen zufrieden sein, doch wir wollen gewinnen und der Abstand zu Ferrari ist noch zu groß. David und Kimi sind hervorragend gefahren."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Wir waren heute das schnellste Team mit Michelin-Reifen. Kimi ist ein gutes Rennen gefahren und sein dritter Platz beim Mercedes-Benz Heim-Grand-Prix ist eine schöne Belohnung für das Team. Schade für David - er hätte sich ohne Montoyas Fehler in der WM-Wertung weiter verbessern können. Juan-Pablo hat sich bei David entschuldigt. Ferrari und Bridgestone waren dominant, wir und Michelin müssen weiter hart arbeiten."

24.06.2002

 

8. Lauf: Grand Prix von Kanada in Montreal
David Coulthard Zweiter, Kimi Räikkönen Vierter

Die West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard und Kimi Räikkönen beendeten den Grand Prix von Kanada in Montreal auf den Plätzen zwei und vier. Nach 70 Runden kam David 1,1 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel.

Chassis 03: David
Chassis 06: Kimi
Chassis 05: T-Car (Kimi)

Außentemperatur: 24 C
Asphalttemperatur: 32 C

Der Start: Kimi hatte sich als Fünfter qualifiziert, David stand auf Startplatz acht. Kimi überholte in der ersten Kurvenkombination Ralf Schumacher (Williams-BMW) und kam als Vierter aus Runde 1 zurück, David verbesserte sich trotz eines höheren Kraftstoffgewichts für einen langen ersten Turn auf Platz sechs.

Das Rennen: Am Ende der 14. Runde fuhr das Safety Car für drei Umläufe auf die Strecke, um das Abschleppen des BAR-Honda von Jacques Villeneuve zu ermöglichen. Kimi lag zu diesem Zeitpunkt, wegen des Boxenstopps von Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) in Runde 14 (11,0 Sek.), auf Platz drei, wurde jedoch in Runde 18 wieder von dem Kolumbianer überholt. Als Barrichello in Runde 26 erstmals tankte (10,6 Sek.), übernahm Kimi erneut Platz drei, David war jetzt Fünfter und verbesserte sich durch den ersten Boxenstopp von Ralf Schumacher im 43. Umlauf (20,8 Sek.) auf Platz vier.

In Runde 45 fuhr Kimi als Dritter zum Tanken und Reifenwechsel an die Box (7,8 Sek.) und nahm das Rennen als Fünfter wieder auf. Er hatte dabei wegen eines Problems mit der Betankungsanlage etwas zu wenig Kraftstoff erhalten, musste in der Folge verhaltender fahren und verlor den Anschluss an David und Barrichello.

David fuhr als Drittplatzierter in Runde 49 an die Box (9,2 Sek.), als letzter der Fahrer mit Ein-Stopp-Strategie. Knapp vor seinem Teamkollegen nahm er als Vierter das Rennen wieder auf. Als Barrichello in Runde 54 seinen zweiten Stopp einlegte (5,8 Sek.), behauptete David knapp vor dem Brasilianer Platz drei. Bis ins Ziel lieferten sich beide einen spannenden Kampf, in dem es nach dem Ausfall Montoyas (Runde 56) um Platz zwei ging. David setzte sich durch und verkürzte dabei den Rückstand auf den gegen Ende langsamer fahrenden Michael Schumacher auf 1,1 Sekunden.

Stimmen zum Rennen

David Coulthard: "Wir waren zuversichtlich, unter die ersten Sechs fahren zu können, aber mit einem so guten Ergebnis hatten wir nicht gerechnet. Mein Zweikampf mit Barrichello hat Spaß gemacht. Als wir auf Sato aufliefen und ihn überrunden wollten, hielt er mich auf, ich verlor etwas Schwung und Barrichello konnte vor der Schikane neben mich fahren. Ich bremste so spät wie möglich und musste geradeaus fahren. Barrichello machte den gleichen Fehler, deshalb habe ich mir dadurch keinen Vorteil verschafft."

Kimi Räikkönen: "Ich hatte anfangs einen schönen Kampf mit Ralf Schumacher und konnte ihn hinter mir halten. Wegen des Problems mit der Betankungsanlage bekam ich zu wenig Benzin und musste deshalb verhaltener fahren. Sonst wäre ein Podiumsplatz möglich gewesen."

McLaren-Teamchef Ron Dennis: "Das ganze Team freut sich über Davids zweiten Platz. Kimis letzte Runde war seine schnellste, damit hat er deutlich seine Möglichkeiten gezeigt."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Eine gute Leistung des ganzen Teams. David und Kimi sind beide hervorragend gefahren. Schade, dass Kimi nach dem Problem mit der Betankungsanlage langsamer fahren musste um Sprit zu sparen, auch er hatte eine Chance auf einen Podiumsplatz."

10.06.2002

 

7. Lauf: Grand Prix von Monaco in Monte Carlo
Sieg für David Coulthard und West McLaren Mercedes
Kimi Räikkönen durch unverschuldeten Unfall ausgefallen

David Coulthard hat im West McLaren Mercedes den Grand Prix von Monaco gewonnen. Nach 78 spannenden Runden erzielte er einen Start-Ziel-Sieg mit 1,050 Sekunden vor Michael Schumacher (Ferrari). Es ist der zwölfte Grand-Prix-Sieg seiner Karriere, sein zweiter in Monte Carlo nach 2000 und der dritte Monaco-Erfolg für West McLaren Mercedes, nachdem 1998 Mika Häkkinen hier gewonnen hatte. Kimi Räikkönen wurde in der 40. Runde in der Schikane nach der Tunnelausfahrt von Rubens Barrichello (Ferrari) getroffen und schied als Folge dieses Unfalls aus.

Nach sieben von 17 Weltmeisterschaftsläufen liegt West McLaren Mercedes mit 24 Punkten auf Platz drei der Konstrukteurswertung, hinter Ferrari (72 Punkte) und Williams-BMW (54). In der Fahrer-WM ist David mit 20 Punkten Vierter, Kimi liegt mit vier Punkten auf Platz acht. Es führt Michael Schumacher mit 60 Zählern.

David hatte sich als Zweitschnellster qualifiziert und überholte unmittelbar nach dem Start den Trainingsschnellsten Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW). David hielt dem Druck des Kolumbianers und dem des unmittelbar dahinter fahrenden Michael Schumacher stand, dabei waren die ersten drei Fahrzeuge in der ersten Rennhälfte zeitweise nur durch weniger als 1,5 Sekunden getrennt.

Ab Rennmitte vergrößerte David seinen Vorsprung und lag in Runde 44 acht Sekunden vorn. In diesem Durchgang legte Michael Schumacher seinen Boxenstopp ein (8,5 Sekunden). Drei Runden später fiel Montoya mit technischem Defekt aus; David führte dann vor Ralf Schumacher (Williams-BMW), der in Runde 50 seinen ersten von zwei Boxenstopps absolvierte (7,7 Sekunden).

David fuhr einen Umlauf später zu seinem einzigen geplanten Stopp an die Boxen (6,9 Sekunden) und behielt seine Führung, er lag jetzt 0,9 Sekunden vor Michael Schumacher. David kreuzte 27 Runden später mit 1,050 Sekunden Vorsprung als Sieger die Ziellinie.

"Es ist einfach unglaublich", freute sich David. "Das Rennen war anstrengend, es gab nicht die geringste Verschnaufpause. Nachdem ich am Start die Führung übernehmen konnte, stand ich fast die ganzen 78 Runden unter Druck. Nach 30 Runden meinte ich einen kleinen Leistungsverlust zu spüren und sah hinten Rauch. Doch das Team erklärte mir über Funk, dass kein Anlass zur Sorge bestand, und glücklicherweise behielt es recht."

Kimi Räikkönen war Sechster im Qualifying. Beim Start überholte er Barrichello, wurde aber seinerseits von Jarno Trulli (Renault) passiert und blieb Sechster. In Runde 40 wurde der Finne in der Schikane nach der Tunnelausfahrt von Barrichellos Ferrari am Heck getroffen. Kimi schaffte es bis zur Box, tankte und erhielt neue Reifen. Dabei wurde der durch den Aufprall beschädigte Heckflügel ausgetauscht; Kimi fuhr noch zwei Runden, gab jedoch wegen fehlender Balance auf.

"Es war ein schwieriges Wochenende für mich", sagte Kimi Räikkönen. "Ich hatte einen guten Start, und mein Duell mit Rubens um Platz sechs hat bis zu dem Unfall Spaß gemacht. Ich glaube, er hat vor der Schikane nach dem Tunnel einfach zu spät gebremst."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "In diesem Rennen hat die Taktik eine große Rolle gespielt. Erfreulich dabei war, dass wir Davids einziges Problem über unser Telemetrie-System lösen konnten. Wir waren etwas überrascht über Michael Schumachers anfängliche Rundenzeiten nach seinem Boxenstopp, deshalb haben wir David früher als geplant herein geholt. Kimi ist ein kontrolliertes Rennen gefahren und hätte bei den in Monaco üblichen Ausfällen Punkte erzielen können."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "David ist ein großartiges Rennen gefahren, und das Team hat seine Strategie bestens umgesetzt. Es freut mich insbesondere für das Team, das so hart gearbeitet hat, dass wir diesen Erfolg gerade in Monaco errungen haben - dieser Grand Prix ist für Fahrer, Fahrzeug und Reifen besonders anspruchsvoll. Michelin hat hervorragende Arbeit geleistet. Für Kimi tut es mir leid, Barrichellos Fahrfehler hat ihn um eine gute Platzierung gebracht."

27.05.2002

 

6. Lauf: Grand Prix von Österreich auf dem A1-Ring
David Coulthard Sechster
Kimi Räikkönen wegen Motorschadens ausgefallen

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard belegte beim Grand Prix von Österreich auf dem A1-Ring den sechsten Platz. Nach 71 Runden fuhr er 50,672 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) über die Ziellinie. Davids Teamkollege Kimi Räikkönen fiel in der sechsten Runde wegen eines Motorschadens aus, dessen Ursache noch untersucht wird.

West McLaren Mercedes liegt nach sechs von 17 Weltmeisterschaftsläufen mit 14 Punkten auf Platz drei der Konstrukteurswertung, hinter Ferrari (66 Punkte) und Williams-BMW (50). In der Fahrer-WM ist David Fünfter mit zehn Punkten, Kimi liegt mit vier Punkten auf Platz acht. Es führt Michael Schumacher mit 54 Zählern.

Kimi und David starteten von den Plätzen sechs und acht; nach der ersten Runde war David Sechster, sein Teamkollege lag unmittelbar dahinter. In der sechsten Runde fiel Kimi nach der ersten Kurve nach Start und Ziel aus.

"Ich weiß nicht warum, aber plötzlich kam der Motor nicht mehr auf Drehzahl", sagte Kimi Räikkönen. "Ich bin enttäuscht, dass ich das Rennen nicht beenden konnte, aber ich weiß, das Team hat hart gearbeitet und wird das auch weiter tun."

Nach einem Dreher von Olivier Panis auf der Start-Ziel-Geraden, dessen BAR-Honda auf der Strecke stehen blieb, fuhr am Ende der 23. Runde das Safety Car auf die Strecke. David lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz sechs.

Eingangs der 28. Runde wurde das Rennen wieder frei gegeben, doch am Ende dieses Umlaufs wurde das Safety Car erneut eingesetzt. Der Grund war ein Unfall zwischen Nick Heidfeld (Sauber-Petronas) und Takuma Sato (Jordan-Honda) in der Remuskurve. David fuhr in dieser Runde zum Tanken und Reifenwechsel an die Box (Standzeit: 8,2 Sekunden), als Zehnter nahm er das Rennen wieder auf.

Zu Beginn der 36. Runde wurde das Rennen erneut frei gegeben, David war jetzt Fünfter. In Runde 40 wurde er von Jacques Villeneuve (BAR-Honda) überholt, der zwei Stopps geplant hatte und mit einem leichteren Fahrzeug unterwegs war. Vier Umläufe später rutsche David auf einer Ölspur aus und kam kurzzeitig von der Strecke ab, so konnte Giancarlo Fisichella (Jordan-Honda) passieren. Als Villeneuve in Runde 53 seinen zweiten Boxenstopp einlegte, war David wieder Sechster. Er setzte Fisichella unter Druck, konnte aber nicht überholen und fuhr 0,707 Sekunden hinter dem Italiener ins Ziel.

"Beim Start konnte ich Felipe Massa und Kimi überholen", sagte David Coulthard. "Den Unfall mit Nick Heidfeld und Takuma Sato habe ich gesehen, Nick und ich haben nebeneinander diese Kurve angebremst. Ich bin froh, dass den beiden nichts schlimmes passiert ist. Später kämpfte ich mit Giancarlo Fisichella, bei meinem Ausrutscher auf einer Ölspur hat er mich überholt."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Auf unserem Leistungsstand können wir bestenfalls die Plätze fünf und sechs erreichen, wenn beide Ferrari und Williams ins Ziel kommen. Nach dem Motorschaden eines anderen Fahrzeugs gab es keine Ölflagge, ohne Warnung rutsche David aus und Fisichella konnte vor der Schikane überholen. Für Kimi war es ein enttäuschendes und kurzes Rennen. Wir wissen, wie wir unsere Leistung steigern können, aber das braucht Zeit. Aber wir haben nicht vergessen wie man siegt."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Unsere heutige Leistung war enttäuschend. Den Grund für Kimis Motorschaden untersuchen wir noch. Wir müssen hart daran arbeiten, um wieder leistungsfähig und zuverlässig zu werden."

13.05.2002

 

5. Lauf: Grand Prix von Spanien in Barcelona
David Coulthard Dritter
Kimi Räikkönen an vierter Stelle liegend ausgefallen

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard belegte beim Grand Prix von Spanien in Barcelona den dritten Platz. Nach 65 Runden lag er 42,6 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) und 6,9 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) zurück. Davids Teamkollege Kimi Räikkönen fiel nach vier Runden an vierter Stelle liegend wegen eines gebrochenen Heckflügels aus.

West McLaren Mercedes liegt nach fünf Weltmeisterschaftsläufen mit 13 Punkten auf Platz drei der Konstrukteurswertung, hinter Ferrari (50 Punkte) und Williams-BMW (43). In der Fahrer-WM ist David jetzt Vierter mit neun Punkten, Kimi liegt mit vier Punkten auf Platz acht. Es führt Michael Schumacher mit 44 Zählern.

Kimi und David, im Qualifying auf den Plätzen fünf und sieben, kamen als Vierter und Sechster aus der ersten Runde zurück, nachdem Rubens Barrichello (Ferrari) am Vorstart stehen geblieben war. Am Ende der dritten Runde brach an Kimis Wagen der Heckflügel, der Finne fuhr einen Durchgang später an die Box und gab auf.

David fuhr als letzter der Top-fünf-Fahrer in Runde 29 an die Box (neun Sekunden Standzeit) - nach Ralf Schumacher und Jenson Button (beide Runde 24), Montoya (25) und Michael Schumacher (26). Neun Zehntelsekunden hinter Jenson Button (Renault) beschleunigte David als Vierter wieder auf die Strecke, fünf Runden später bremste er den Engländer am Ende der Start-Zielgeraden mit einem beherzten Manöver aus.

In den nächsten elf Runden verkürzte David den Abstand zum Zweitplatzierten Montoya von 14,2 auf 10,7 Sekunden und als der Kolumbianer in Runde 45 an die Box fuhr, tauschten beide kurzzeitig die Plätze. Einen Umlauf später stoppte auch David zum zweiten Mal (7,8 Sekunden). Er nahm das Rennen als Dritter wieder auf, 5,2 Sekunden hinter Montoya. Bis zum Ziel fuhren beide fast die gleichen Rundenzeiten.

"Eine Runde, bevor ich Jenson Button überholte, fiel mir auf, dass sein Wagen in der letzten Kurve untersteuerte", erklärte David. "Im nächsten Durchgang fuhr ich deshalb so nah wie möglich heran, nutzte seinen Windschatten, und bremste ihn aus. Danach fuhr ich so schnell es ging und verkürzte allmählich den Abstand zu Montoya."

"Der Heckflügel brach ohne Vorwarnung", sagte Kimi. "Ich bin sicher, das Team wird die Ursache finden."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Die Top-Teams hatten heute alle einige technische Probleme und wir hatten einen gebrochenen Heckflügel an Kimis Wagen. Wir stellten aber schnell fest, dass an Davids Fahrzeug ein ganz neuer Flügel montiert war. Deswegen, und auf Grund unserer vielen Testkilometer, wussten wir, dass für ihn kein Risiko bestand. Erfreulicherweise fuhr David ein gutes Rennen, unterstützt von der richtigen Strategie konnte er für das Team den dritten Platz erzielen. Diese WM-Punkte sind wichtig, aber unser Augenmerk ist darauf gerichtet, die Lücke zu unseren wichtigsten Wettbewerbern zu schließen."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "David ist ein gutes Rennen gefahren und das Team hatte die richtige Strategie. Mit dem dritten Platz haben wir heute das Bestmögliche erreicht, jeder im Team hat gute Arbeit geleistet. Aber wir alle wissen, dass wir uns weiter steigern müssen."

29.04.2002

 

4. Lauf: Grand Prix von San Marino in Imola
David Coulthard Sechster
Kimi Räikkönen mit gebrochenem Auspuff ausgefallen

David Coulthard belegte im West McLaren Mercedes beim Grand Prix von San Marino in Imola den sechsten Platz. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen fiel nach 44 von 62 Runden an fünfter Stelle liegend mit gebrochenem Auspuff aus. Das Rennen gewann Michael Schumacher im Ferrari.

West McLaren Mercedes liegt nach vier Weltmeisterschaftsläufen mit neun Punkten auf Platz drei der Konstrukteurswertung, hinter Ferrari (40 Punkte) und Williams-BMW (37). In der Fahrerweltmeisterschaft ist David Sechster mit fünf Punkten, Kimi liegt mit vier Punkten auf Platz sieben. Es führt Michael Schumacher mit 34 Zählern.

Kimi und David gingen aus der dritten Startreihe ins Rennen, Kimi hatte sich als Fünfter qualifiziert, gefolgt von seinem Teamkollegen. Auf den Plätzen fünf und sechs kamen sie aus der ersten Runde zurück. Kimi folgte dem vor ihm liegenden Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW) in den ersten acht Runden mit weniger als einer Sekunde Abstand.

In Runde 30 fuhr Kimi zu seinem ersten Stopp an die Box (Standzeit 10,8 Sekunden) und tauschte mit David die Plätze. Der Schotte kam vier Umläufe später zu seinem ersten Boxenstopp herein und fiel auf Rang sieben, hinter Jenson Button (Renault), zurück.

In der 44. Runde brach an Kimis Wagen der Auspuff, dadurch wurden heiße Abgase auf die aus Kohlefaser gefertigte Hinterradaufhängung geleitet. Das Team entschied aus Sicherheitsgründen, den Finnen aus dem Rennen zu nehmen.

"Das Handling des Wagens war gut, aber wir waren heute einfach nicht schnell genug", sagte Kimi. "Als der Auspuff brach, rief mich das Team an die Box, weil die Gefahr bestand, dass die heißen Abgase die Hinterradaufhängung beschädigten. Wir werden weiter hart daran arbeiten uns zu verbessern."

David, jetzt Fünfter, legte in Runde 49 seinen zweiten Boxenstopp ein (6,8 Sekunden), wobei er nur tankte und auf einen Reifenwechsel verzichtete. Er nahm das Rennen an sechster Stelle liegend wieder auf und beendete das Rennen 13 Runden später auf der gleichen Position.

"Ich hatte während des ganzen Rennens nicht genug Grip", erklärte David. "Zu Beginn untersteuerte der Wagen, dann wurde das Heck unruhig. Wir fuhren im Rennen mit etwas weniger Flügel, um schneller zu werden, doch das hat nicht viel geholfen. Ich tat mein Bestes, aber wir konnten heute nicht mithalten."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Wir wissen seit Malaysia, dass es einige Zeit dauern wird, den Rückstand zur Spitze wett zu machen. Nichts als harte und konzentrierte Arbeit kann uns in der nächsten Zeit helfen, dieses Ziel zu erreichen."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Das Ergebnis zeigt unseren aktuellen Leistungsstand. Wir sind zu langsam, jeder im Team weiß, dass wir uns steigern müssen. Kimi hat seinen fünften Platz leider durch einen gebrochenen Auspuff verloren und musste aufgeben. Jetzt gilt es, bis zum nächsten Rennen noch härter zu arbeiten."

15.04.2002

 

3. Lauf: Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo
David Coulthard Dritter Kimi Räikkönen scheidet mit Radnabenschaden aus

West McLaren Mercedes Fahrer David Coulthard hat beim Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo den dritten Platz belegt. Nach 71 Runden kam er hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) und dem zweitplatzierten Ralf Schumacher (Williams-BMW) ins Ziel. Kimi Räikkönen fiel drei Runden vor Schluss an vierter Stelle liegend wegen eines Radnabenschadens am rechten Hinterrad aus.

Nach drei von 17 Grand-Prix-Rennen liegt West McLaren Mercedes mit acht Punkten auf Platz drei der Konstrukteurs-WM, hinter Williams-BMW (30 Punkte) und Ferrari (24). In der Fahrerweltmeisterschaft belegen David und Kimi mit jeweils vier Punkten gemeinsam den fünften Platz, es führt Michael Schumacher mit 24 Zählern.

David hatte sich für den vierten Startplatz qualifiziert, Kimi war im Qualifying Fünftschnellster. Die ersten acht Fahrer im Qualifying waren durch etwas mehr als acht Zehntelsekunden getrennt.

Auf den Plätzen sechs und sieben bogen David und Kimi in die erste Kurve. Im zwölften Umlauf bremste David den vor ihn liegenden Jenson Button (Renault) aus und übernahm Platz fünf. Nach dem Ausfall des führenden Ferrari von Rubens Barrichello in Runde 16 war David Vierter, Kimi fuhr an sechster Position. In Runde 39 überholte auch der Finne Button und war danach Fünfter.

Bis zu ihren Boxenstopps in Runde 45 (David in 10,2 Sekunden) und 46 (Kimi in 9,4 Sekunden) hingen die beiden West McLaren Mercedes Fahrer hinter dem Renault von Jarno Trulli fest. Durch ihre Stopps verbesserten sich David und Kimi auf die Plätze drei und vier und hatten jetzt freie Bahn und fuhren von da an deutlich schnellere Rundenzeiten.

Drei Runden vor Schluss kam Kimi auf Grund eines Radnabenschadens am rechten Hinterrad von der Strecke ab und schied aus. David fuhr nach 71 Runden als Dritter ins Ziel und erzielte dabei seinen ersten Podiumsplatz in dieser Saison.

"Das war ein schwieriges Rennen. 43 Runden lang hing ich hinter den Renault fest", sagte David. "Jenson Button konnte ich aus dem Windschatten heraus überholen, nachdem er einen Fehler gemacht hatte, doch bei Jarno Trulli musste ich bis zum Boxenstopp warten. Als ich an beiden vorbei war, konnte ich endlich schneller fahren, doch leider hatten wir schon zu viel Zeit verloren. Ich freue mich über meinen ersten Podiumsplatz und meine ersten WM-Punkte des Jahres."

"Wie David steckte ich hinter den beiden Renault fest", erklärte Kimi. "Eingangs der 40. Runde bremste ich Jenson Button aus und hielt ihn hinter mir, bis ich wegen des Radnabenschadens ausfiel. Schade, denn ich wäre sicher Vierter geworden."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Als wir beim Start hinter die beiden Renault zurück fielen, war das eine Vorentscheidung für unser Rennergebnis. Nachdem wir die Renault überholt hatten, waren unsere Zeiten mit denen der Führenden vergleichbar. Jedoch haben wir noch viel Arbeit vor uns."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Leider wurden David und Kimi am Start von den beiden Renault überholt. Jedoch ist Davids dritter Platz eine Belohnung für jeden im Team. Alle haben seit dem Grand Prix von Malaysia hart gearbeitet. Für Kimi tut es mir leid, er ist bis zu seinem technisch bedingten Ausfall drei Runden vor Schluss ein sehr gutes Rennen gefahren. Unsere Motoren sind bei den hohen Außentemperaturen zuverlässig gelaufen. Wir haben seit Malaysia einen Schritt nach vorn gemacht, aber es müssen noch weitere Schritte folgen."

02.04.2002

 

2. Lauf: Grand Prix von Malaysia in Kuala Lumpur
Kimi Räikkönen und David Coulthard ausgefallen West McLaren Mercedes Fahrer durch Motorschäden gestoppt

Beim Grand Prix von Malaysia in Kuala Lumpur, dem zweiten Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaft 2002, sind beide West McLaren Mercedes mit Motorschäden ausgefallen. David Coulthard fuhr in der 15. von 56 Runden an die Box und gab auf, nachdem er zuvor wegen Leistungsverlusts vom vierten auf den neunten Platz zurück gefallen war. Kimi Räikkönen fiel in der 24. Runde an zweiter Stelle liegend aus. Das Rennen gewann Ralf Schumacher im Williams-BMW.

Die beiden West McLaren Mercedes Fahrer hatten sich für die dritte Startreihe qualifiziert, Kimi lag als Fünfter neun Tausendstelsekunden vor seinem Teamgefährten. Kimi kam als Dritter aus der Startrunde zurück 0,8 vor David auf Platz vier. Das Team hatte für beide eine Ein-Stopp-Strategie geplant. so dass Kimi und David mit entsprechend viel Kraftstoff unterwegs waren. Ab Runde 13 spürte David nachlassende Leistung seines Motors und er verlor bis zum 15. Umlauf fünf Plätze, als er an die Box fuhr und aufgab. "Der Motor lief plötzlich nur noch auf neun Zylindern", erklärte David. "Wir kannten zwar noch nicht die Ursache dafür, aber wir entschieden uns, dass es besser sei aufzuhören. Schade, denn Kimi und ich hätten heute sicher ein gutes Ergebnis erzielen können. Es war ein schwieriges Wochenende. Wir werden konzentriert weiter arbeiten denn wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben, mit dem wir Rennen gewinnen können." Kimi lag in der 21. Runde hinter Spitzenreiter Rubens Barrichello (Ferrari) und Ralf Schumacher an dritter Stelle, und verbesserte sich auf Platz zwei, als der Brasilianer seinen ersten von zwei Boxenstopp einlegte.

In Runde 24 rollte der Finne an die Box, nachdem ein Motorschaden kurz vor der letzten Kurve sein Rennen beendet hatte. "Mit meinem Wagen hätte ich heute einen Spitzenplatz belegen können, schade, dass es so ausging", sagte Kimi. "Ich hatte trotz des vielen Kraftstoffs an Bord einen guten Start. Unsere geplante Ein-Stopp-Strategie wäre heute genau richtig gewesen." West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Ich bin sicher, dass unsere Strategie uns heute Podiumsplätze eingebracht hätte, deshalb ist das Ergebnis enttäuschend. Unsere Michelin-Reifen haben heute gut funktioniert. Wir freuen uns auf Interlagos." Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Zwei Motorschäden in diesem Grand Prix sind ein sehr schlechtes Resultat für uns. Wir müssen unsere Arbeit beim nächsten Mal besser machen. Wir werden die Ursachen der Motorschäden gründlich untersuchen und sicher stellen, dass diese Probleme nicht noch einmal auftreten."

18.03.2002

 

1. Lauf: Grand Prix von Australien / Melbourne
Kimi Räikkönen Dritter bei seinem West McLaren Mercedes Debüt
David Coulthard mit Getriebeschaden ausgefallen

Kimi Räikkönen hat beim Grand Prix von Australien in Melbourne, seinem Debütrennen für das West McLaren Mercedes Team, den dritten Platz belegt. Nach 58 Runden fuhr Kimi 25,067 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel. David Coulthard fiel beim Auftakt der Formel-1-Weltmeisterschaft 2002 wegen eines Getriebeschadens in der 34. Runde aus.

David Coulthard hatte sich als Viertschnellster qualifiziert, Kimi stand einen Startplatz dahinter. Beim Start kam es zu einer Karambolage zwischen Ralf Schumacher (Williams-BMW), der auf den Trainingsschnellsten Rubens Barrichello (Ferrari) auffuhr. Dies löste weitere Kollisionen aus, in die acht Fahrzeuge verwickelt wurden. Während David als Erster in die erste Kurve bog, musste Kimi auf die Wiese ausweichen und fiel dadurch auf den letzten Platz zurück.

Am Ende der ersten Runde neutralisierte das Safety Car das Rennen, um die Aufräumarbeiten zu ermöglichen. Kimi fuhr an die Box, um die beschädigte Fahrzeugnase ersetzen und Steine aus dem Cockpit entfernen zu lassen (Standzeit: 48,1 Sekunden).

Nach dem Neustart in Runde 5 baute David seinen Vorsprung innerhalb von vier Umläufen auf 6,6 Sekunden aus, Zweiter war Jarno Trulli (Renault) vor Michael Schumacher und Juan-Pablo Montoya (Williams-BMW). Kimi lag in der achten Runde auf dem siebten Platz, als erneut das Safety Car auf die Strecke fuhr. Trulli hatte sich gedreht.

Beim zweiten Neustart am Ende der zehnten Runde kam David wegen eines beginnenden Getriebeproblems von der Strecke ab und reihte sich als Fünfter hinter Michael Schumacher, Montoya, Eddie Irvine (Jaguar) und Kimi wieder ein. Einen Umlauf später war Kimi Dritter vor David. Ab der 21. Runde ließ sich das Getriebe des Schotten nicht mehr schalten; er konnte 13 Runden lang nur noch im sechsten Gang fahren, bevor er in Runde 34 an siebter Stelle liegend ausfiel.

Nach Montoyas Boxenstopp in Runde 37 (10,1 Sekunden) war Kimi Zweiter und fuhr in 1:28,541 Minuten die schnellste Rennrunde. Einen Umlauf später kam er ebenfalls an die Box (10,6), wie auch Michael Schumacher (10,5).

Kimi beschleunigte als Zweiter wieder auf die Strecke, rutschte jedoch in der ersten Kurve kurzzeitig von der Piste und fiel auf Rang drei zurück. Nach 58 Runden fuhr er hinter Michael Schumacher und 6,4 Sekunden hinter Montoya als Dritter ins Ziel und holte in seinem 18. Grand Prix seinen ersten Podiumsplatz.

"Ich freue mich sehr über meinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1, zumal ich ihn in meinem Debütrennen für West McLaren Mercedes erzielt habe", sagte Kimi Räikkönen. "Glücklicherweise wurde mein Wagen bei dem Startunfall nur leicht beschädigt, so dass ich nach erfolgter Reparatur das Rennen an letzter Stelle wieder aufnehmen konnte. Nachdem ich mich bis auf Rang drei vorgekämpft hatte, habe ich alles gegeben, um Montoya einzuholen. Leider habe ich mit meinem Ausrutscher nach dem Boxenstopp den zweiten Platz wieder verloren."

"Beim zweiten Neustart schaltete das Getriebe plötzlich in den Leerlauf; ich war so überrascht, dass ich von der Strecke abkam", erklärte David. "Das Problem kehrte immer wieder, bis das Getriebe im sechsten Gang stecken blieb."

West McLaren Mercedes Teamchef Ron Dennis kommentierte: "Davids Ausfall wegen eines Getriebeschadens - nach 7.500 Testkilometern - ist frustrierend, aber wir freuen uns über Kimis dritten Platz."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Ein turbulenter Saisonstart, und ein hervorragendes Rennen von Kimi. Das Team zeigte das Potenzial, vorne mit zu fahren. Leider ist David wegen eines Getriebeschadens ausgefallen, nachdem er 13 Runden lang nur im sechsten Gang fahren konnte. Unsere Motoren sind das ganze Wochenende problemlos gelaufen und wir freuen uns auf den nächsten Grand Prix in zwei Wochen in Malaysia."

11.03.2002

Zum Vergleich - die Rennen aus 2003
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